Strom für das südliche Afrika

Gespräch mit Kornelia Shilunga, stellvertretende Ministerin für Minen und Energie der Republik Namibia. Von Thomas Isenburg
Foto: Thomas Isenburg | Kornelia Shilunga.
Foto: Thomas Isenburg | Kornelia Shilunga.

Afrikas Energieversorgung ist ein komplexes Thema, denn der Kontinent ist teilweise nicht elektrifiziert. Nur in Südafrika entspricht die Elektrifizierung europäischen Standards. Dabei ist Energie eine Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes.

Wo steht Namibia bei der Energieversorgung aktuell, Frau Stellvertretende Ministerin Shilunga?

Wir hängen von Energieimporten ab. Mehr als 50 Prozent unserer Energie importieren wir aus dem südlichen Afrika. Hierzu haben wir Vereinbarungen mit Südafrika, Sambia, Mosambik sowie manchmal auch mit Zimbabwe.

Wohin wollen Sie sich entwickeln?

Wir wollen nicht von Importen abhängen, weil es auch unsere Energieversorgungssicherheit betrifft. Daher haben wir viele Projekte in der Pipeline. Für einige wurden bereits Angebote abgegeben, bei anderen warten wir noch auf Angebote.

Wie soll Ihre Energieversorgung einmal aussehen?

Wir wollen einen Energiemix aus Wind-, Solar- und anderen Energieformen. Dabei gibt es auch eine Studie über Biomasse eines deutschen Unternehmens. Das soll alles ein Teil unserer Energieversorgung in der Zukunft werden. Bei den langfristigen Plänen setzen wir auf die Wasserkraft. Hierzu gibt es ein bilaterales Abkommen zwischen Namibia und Angola. Es soll bis 2025 ein 600 MW-Projekt entstehen, das sich die beiden Länder zu jeweils 50 Prozent teilen wollen.

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