Recht auf Wohnen im Grundgesetz verankern

Düsseldorf (DT/KNA) Sozialverbände fordern eine Verankerung des Rechts auf Wohnen im Grundgesetz. Ziel sei es, in allen Bundesländern Förderprogramme gegen Wohnungsnot aufzustellen, erklärte die Nationale Armutskonferenz (nak) diese Woche in Düsseldorf. Wohnraum und Mietnebenkosten müssten bezahlbar bleiben, um Betroffenen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Laut nak waren 248 000 Menschen in Deutschland 2011 wohnungslos. Die nak äußerte sich beim 7. Treffen der Menschen mit Armutserfahrung, das sich mit Themen wie Wohnungslosigkeit und Zwangsräumungen beschäftigte. Kritisiert wurde, dass der Immobilienmarkt ausschließlich auf Gewinn ausgerichtet sei. Viele Wohnungen seien heruntergekommen und von Schimmel befallen, weil die Eigentümer keine Renovierungen vornähmen. Die stellvertretende nak-Sprecherin Michaela Hofmann forderte eine Versorgung mit menschenwürdigem Wohnraum. Die Nationale Armutskonferenz, der unter anderen der katholische Deutsche Caritasverband und das evangelische Diakonische Werk angehören, wurde im Herbst 1991 als deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerks gegründet.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann