Priester sollen wegen Krise Monatslohn spenden

Lyon (DT/KNA) Aus Solidarität mit den Ärmsten in der Wirtschaftskrise sollen die Priester des Erzbistums Lyon auf einen Monatslohn verzichten. Damit wolle man eine „konkrete Geste“ der Solidarität setzen, heißt es in einem am Mittwoch auf der Homepage des Erzbistums veröffentlichten Appell des Priesterrates. Um die Würde der Ärmsten zu schützen, müsse man mit Politikern, Gewerkschaften und sozialen Einrichtungen zusammenarbeiten. Nach dem Vorschlag sollen die Priester die Summe von 900 Euro an eine karitative Einrichtung spenden. In Frankreich gibt es keine Kirchensteuer. Die Kirche finanziert sich durch Spenden, Kollekten, Erbschaften und Zuwendungen für Geistliche bei kirchlichen Feiern wie Taufen und Hochzeiten. Das Einkommen von Priestern und Bischöfen liegt zwischen 700 und 1 300 Euro monatlich.

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