NRW Caritas unterstützt Gröhe bei Pflegereform

Teil der Union soll Pläne des Gesundheitsministers blockieren

Düsseldorf (DT/KNA) Die Caritas in Nordrhein-Westfalen dringt weiter auf eine Umsetzung der Reform der Pflegeausbildung. Dazu unterstützt sie eine Petition an die politischen Entscheidungsträger, die Reform jetzt zu beschließen, wie der katholische Sozialverband am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Der Appell „Die generalistische Pflegeausbildung jetzt!“ richtet sich an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und steht auf der Plattform www.change.org.

Die von Gröhe initiierte Pflegereform werde von Teilen der Unions-Fraktion im Bundestag blockiert, hieß es. Die Caritas in NRW rufe zur Unterstützung der Petition auf, um dem Minister Rückenwind für das Reformprojekt zu verleihen und die Entscheidung für die dringend notwendige Reform der Pflegeberufe zum Abschluss zu bringen.

Die Reform sei dringend notwendig, um den Beruf attraktiver zu machen, so die Caritas. Durch eine generalistische Pflegeausbildung könnten Pflegende die Anforderungen künftig besser erfüllen. Diese Einschätzung teilten auch die Pflegeschulen, die heute schon Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege unter einem Dach ausbilden. Zudem könnten Pflegefachkräfte künftig leichter zwischen den Arbeitsfeldern Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege wechseln. Auch stünde dann allen gleichermaßen der Zugang zu pflegerischen Fachweiterbildungen offen. Das Interesse junger Menschen daran werde auch durch die zunehmende Nachfrage nach einer generalistischen Pflegeausbildung belegt.

Die Gegner der Ausbildungsreform treibt laut Caritas die Sorge um, dass dann die Vergütungen für Altenpflegekräfte erheblich steigen würden. Für die Caritas sei dies allerdings kein Argument, da in ihren Einrichtungen schon jetzt Fachkräfte in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege gleich vergütet werden, so der katholische Verband.

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