Müntefering sorgt sich um Rentenniveau

Passau (DT/KNA) Der frühere Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering (SPD), sieht großen Handlungsbedarf bei der Rentensicherung der Zukunft. „Wir brauchen Haltelinien beim Rentenniveau“, forderte Müntefering in einem Zeitungsinterview mit der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag). Es sei sinnvoll, darüber jetzt zu sprechen, denn es werden gerade „die Weichen für die Entwicklung der Renten bis 2045 gestellt“. Das Rentenniveau sei bisher nicht so stark gesunken wie man zu Anfang des Jahrtausends geglaubt habe. Bis zum Jahr 2030 darf es laut Gesetz nicht unter 43 Prozent gehen. „Was danach geschieht, muss jetzt geklärt werden“, sagte der ehemalige Parteichef der Sozialdemokraten. „Ohne eine Reform würde das Rentenniveau weiter nach unten rutschen.“ Erst ab Mitte der 2040er Jahre wäre damit zu rechnen, dass sich die demografische Entwicklung in Deutschland entspanne. „Wir brauchen eine sichere Perspektive für die nächsten knapp 30 Jahre“, forderte Müntefering und betonte, „man darf sich da keine Illusionen machen: Das wird anstrengend“.

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