Marx: Ordnungspolitik auf Weltebene nötig

Brüssel/Paris (DT/KNA) Angesichts der internationalen Finanzkrise spricht sich der Münchner Erzbischof Reinhard Marx für eine Ordnungspolitik auf Weltebene auch für Finanzmärkte aus. Diesen Vorschlag kenne die katholische Soziallehre seit langem, sagte Marx nach Angaben der EU-Bischofskommission COMECE am Donnerstag in Paris. Nur so könnten mehr Gerechtigkeit, Transparenz und Verantwortlichkeit geschaffen werden. Marx nahm in Paris an einem Treffen der COMECE-Sozialkommission teil. Es sei richtig, wenn die EU-Regierungen alles unternähmen, um die Vertrauenskrise zu beheben, so Marx. Sie müssten sich zudem für das Schicksal jener Menschen interessieren, die oft ohne eigenes Verschulden die sozialen Konsequenzen der Finanzkrise zu tragen hätten. „Gerade jetzt muss die Tragfähigkeit des europäischen Sozialmodells unter Beweis gestellt werden, damit aus der Finanzkrise keine politische und soziale Krise wird“, hob der Münchner Erzbischof hervor.

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