Deutschland will EU-Bankenaufsicht

Bundesregierung wirbt für Frankfurt am Main als neuen Standort

Berlin (DT/dpa) Im Rennen um den künftigen Sitz der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) wirbt Deutschland im Schlussspurt erneut um Unterstützung anderer Staaten. Für Frankfurt sprächen die Lage in der Mitte Europas und die optimale Erreichbarkeit von allen wichtigen Finanzstandorten, heißt es im aktuellen Monatsbericht des Finanzministeriums. Der Finanzplatz Frankfurt sei international besonders wettbewerbsfähig. Hinsichtlich aller objektiven Kriterien sei Frankfurt gegenüber den Bewerbern „sehr gut positioniert“. In Frankfurt hat bereits die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Sitz. Mit dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU muss die derzeit noch in London ansässige Bankenaufsicht umsiedeln. Am EBA-Sitz sind neben Frankfurt auch Brüssel, Dublin, Luxemburg, Paris, Prag, Wien und Warschau interessiert. Das Bundesfinanzministerium verweist im Ringen um die EBA auf die Kombination aus vielen Banken, Versicherungen sowie nationalen und europäischen Institutionen und Aufsichtsorganen als ein „Alleinstellungsmerkmal Frankfurts im Vergleich zu allen anderen Finanzplätzen in Europa“. „Die kurzen Wege zwischen den relevanten Akteuren der europäischen Finanzaufsicht erhöhen die Effizienz der Aufsicht im Alltag und erleichtern die schnelle Handlungsfähigkeit im Krisenfall“, so die Beamten. Anwaltskanzleien und auf Finanzen spezialisierte Gesellschaften sorgten zusammen mit 34 Hochschulen in der Region „für ein ausgesprochen hohes Niveau an Finanzmarktexpertise“.

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