Caritas kritisiert Situation der Pflege

Caritas-Direktor beklagt „spürbares Misstrauen der Politik“

Düsseldorf (DT/KNA) Die Caritas in Nordrhein-Westfalen beklagt eine Bürokratisierung in der Pflege und spürbares Misstrauen der Politik in die Pflegekräfte.

Die Mitarbeiter würden den Eindruck gewinnen, „man wolle ihnen das Leben schwerer machen als nötig“, schreibt der Aachener Diözesan-Caritasdirektor Burkard Schröders in der am Freitag in Düsseldorf veröffentlichten Zeitschrift „Caritas in NRW“.

Es sei eine „angespannte Stimmung unter Trägern, Leitungen und Mitarbeitern in der Altenhilfe“ zu spüren. Schröders kritisierte, durch strenge Regulierungen und gesetzliche Vorgaben würden Energie und Ressourcen gebunden, die eigentlich in der „Gestaltung von Teilhabe pflegebedürftiger Menschen und die Flexibilisierung von Versorgungsstrukturen“ dringender benötigt würden. Schröder warnte davor, sich von den Auswirkungen des demografischen Wandels entmutigen zu lassen. „Stattdessen brauchen die Verantwortlichen und Mitarbeiter Spielräume, neue Versorgungs- und Betreuungsformen auszuprobieren und innovative Konzepte des Zusammenwirkens von Betroffenen, Angehörigen, Ehrenamtlichen und beruflichen Unterstützern zu entwickeln.“

Themen & Autoren

Kirche