Bischöfe fordern Ende „grausamer Asylpolitik“

Canberra (DT/KNA) In einem Appell für Menschlichkeit und Gerechtigkeit fordert die Bischofskonferenz von Australien das Ende einer „grausamen Asylpolitik“. „Wir rufen die ganze Nation auf, Nein zu sagen zu diesen dunklen Kräften, die diese Politik möglich machen“, schrieben die Bischöfe in einer am Donnerstag veröffentlichten Presseerklärung. „Es ist an der Zeit, unser Gewissen zu erforschen und dann unser Handeln zu ändern.“ Die Bischöfe hatten in der Vergangenheit wiederholt von den politischen Parteien eine Asylpolitik gefordert, die Würde und Menschenrechte der Flüchtlinge achte. Doch die Parteien hätten ihren Kurs nicht geändert, hieß es in dem Appell. Deshalb wende sich die Kirche jetzt direkt an das Volk. Als „dunkle Kräfte“ sehen die Bischöfe Fremdenfeindlichkeit, einen latenten Rassismus und die Selbstsucht in der wohlhabenden Gesellschaft am Werk. Die Bischöfe riefen ins Gedächtnis, dass die Australier einst in dem Ruf standen, großzügige und gastfreundliche Menschen zu sein. „Erinnert euch daran, wie in den 1970er und 1980er Jahren die vietnamesischen Bootsflüchtlinge willkommen geheißen wurden.“

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