Bischöfe: Behinderte besser in Gemeinden integrieren

Georgens: Geschönte Normalität nicht zur Norm erheben

Speyer (DT/KNA) Kirchengemeinden sollten Behinderte besser in das religiöse Alltagsleben einbinden. Dafür hat sich der Beauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge von Menschen mit Behinderungen, der Speyerer Weihbischof Otto Georgens, ausgesprochen. „Es genügt nicht, Menschen mit schweren Beeinträchtigungen zum Fürsorgefall sozialer und caritativer Einrichtungen und Betreuung zu machen. Wir müssen sie in die Mitte stellen, auch in die Mitte unserer Gottesdienste, sie hereinholen in unser Gemeindeleben“, sagte der Bischof am Donnerstag in Speyer. Konkret sprach sich Georgens beispielsweise für gemeinsame Kommunion- und Firmvorbereitungen aus. Mehr Inklusion könne auch helfen, Vorurteile und Kontaktängste abzubauen, so der Bischof. Zudem seien vielerorts Behinderte im Alltagsbewusstsein „so gut wie nicht vorhanden“. Dies habe Folgen, betonte Georgens: „nämlich die, dass wir jene geschönte Normalität zur Norm erheben.“

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