Bayer sichert Finanzierung von Monsanto-Übernahme

Fünf Banken wollen Kreditvolumen von 60 Milliarden Euro stellen

Leverkusen (DT/dpa) Bei der geplanten milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto hat Bayer angeblich die Finanzierung gesichert. Wie das „Handelsblatt“ am Freitag berichtete, wollten fünf Banken ein Kreditvolumen von 60 Milliarden Euro für eine kurzfristige Brückenfinanzierung bereitstellen. Dabei berief sich das Blatt aus Angaben aus Finanzkreisen. Bayer nannte den Bericht Marktspekulation und wollte sich nicht dazu äußern.

Vorstands-Chef Werner Baumann hatte bei der Präsentation des Kaufangebotes vor knapp zwei Wochen gesagt, dass die Offerte unter keinem Finanzierungsvorbehalt stehe. Aufgrund der fortgeschrittenen Gespräche mit den Banken sei er fest davon überzeugt, die Finanzierung der Transaktion sicherstellen zu können. Neben Fremdkapital möchte Bayer rund ein Viertel des Deals durch eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten abdecken.

In den vergangenen Tagen war mehrfach spekuliert worden, dass Bayer seine Kaufofferte für das US-Unternehmen, das als Spezialist von genmanipuliertem Saatgut immer wieder in die Kritik gerät, möglicherweise erhöhen wird. Zuvor hatte das Monsanto-Management in einer ersten Reaktion die Bayer-Offerte von 62 Milliarden US-Dollar als zu niedrig zurückgewiesen.

Themen & Autoren

Kirche