Wirtschaft aktuell

Deutschland zieht Europa aus der Rezession

Europas Wirtschaft ist im dritten Quartal erstmals seit mehr als einem Jahr wieder gewachsen. Damit ist nach technischer Definition die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg beendet. Allerdings blieb das vom Statistikamt Eurostat gemeldete Plus von 0,4 Prozent für den Euro-Raum unter den Erwartungen vieler Volkswirte. Die Wirtschaft in Deutschland wuchs stärker als die in den meisten anderen EU-Staaten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Das Statistische Bundesamt erklärte, dass die deutsche Wirtschaft besonders von der höheren Exportnachfrage und von gestiegenen Investitionen profitiert habe. Letztere waren zuvor sehr stark gefallen. Nun aber investieren die Unternehmen wieder mehr in Bauten und kaufen auch mehr Maschinen. Gegenüber dem Vorjahr lag das BIP real um 4,7 Prozent niedriger.

Goldpreis setzt Rekordjagd fort

Der Goldpreis setzt seine Rekordjagd weiterhin fort. Am Mittwoch der vergangenen Woche kletterte der Goldpreis zeitweise auf über 1 146 US-Dollar je Feinunze und damit weiter in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 1 200 US-Dollar je Feinunze. Händler sprechen von einer anhaltenden Nachfrage, die zwischenzeitliche Preisrückgänge schnell wieder ausgleiche. Für das Gold spreche weiterhin der potenziell schwache und von einigen Analysten als nachgebend erwartete Dollarkurs. Wegen der niedrigen Zinsen und weiterer Kaufabsichten von Notenbanken könnte der Preis für das Edelmetall weiter steigen.

Aktienkurse in aller Welt klettern kräftig

Die Aktienmärkte in Asien, Europa und Amerika haben vergangene Woche mit starkem Kursaufschwung begonnen. Viele Aktienindizes, darunter der Hang-Seng-Index in Hongkong, die europäischen Preisindizes Stoxx 50 und Stoxx 600 sowie Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq-Composite in New York erreichten teilweise den höchsten Stand seit einem Jahr. Der Hang-Seng kletterte am Montag um 1,7 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass die japanische Wirtschaft im 3. Quartal um 1,2 Prozent und damit stärker als erwartet gewachsen ist. Auch der DAX näherte sich seinem Jahreshoch, das er am 20. Oktober bei rund 5 888 Punkten erreicht hatte.