Wirtschaft aktuell

Aktienkurse geben weltweit weiter nach

An den Aktienmärkten herrschte in der vergangenen Woche teilweise weiterhin Ausverkaufsstimmung. Vor allem Finanzwerte mussten Verluste hinnehmen. Die Investoren zeigten sich beunruhigt über die zunehmende Gefahr der Verstaatlichung weiterer Institute. Besonders die marode Lage des amerikanischen Versicherers AIG, der im Gesamtjahr 2008 einen Rekordverlust von fast 100 Milliarden US-Dollar ausweisen musste, sowie der überraschend hohe Kapitalbedarf der bislang als robust geltenden britischen Bank HSBC ließen die Sorgen wachsen. Der deutsche Aktienindex Dax fiel zeitweise unter die Marke von 3 800 Punkten, der amerikanische Dow Jones Index fiel erstmals seit 1997 wieder unter die Marke von 7 000 Punkten. Für eine leichte Erholung konnten am vergangenen Mittwoch Spekulationen auf ein weiteres Konjunkturpaket der chinesischen Regierung und erste Signale für eine Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft sorgen.

EZB senkt Leitzinsen auf 1,5 Prozent

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am vergangenen Donnerstag die Leitzinsen um 0,5% auf 1,5% gesenkt. Mit dieser Maßnahme beabsichtigt die EZB, der angeschlagenen Konjunktur im Euroraum unter die Arme zu greifen.

25 Milliarden Euro für osteuropäische Banken

Die ins Schlingern geratenen Banken in Osteuropa bekommen neue Kapitalhilfen. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London, die Europäische Investitionsbank (EIB) in Luxemburg und die Weltbank haben in einer gemeinsamen Initiative beschlossen, den Instituten unter anderem mit Eigenkapitalhilfen in Höhe von 24,5 Milliarden Euro zu helfen.

Goldpreis unter Druck

Der Goldpreis ist in der vergangenen Woche unter Verkaufsdruck geraten und unter die von Analysten als wichtig angesehene Marke von 920 US-Dollar je Feinunze gefallen. Dadurch könnte sich nach Ansicht dieser Analysten ein Abwärtspotenzial bis zunächst 840 bis 850 US-Dollar eröffnen. Als Grund für den rückläufigen Goldpreis wird im Handel ein Nachlassen der Nachfrage der Goldfonds genannt, die zuvor die stark eingebrochene Nachfrage der Schmuckindustrie kompensieren konnten.