Wirtschaft aktuell

Gewinnsorgen treiben Aktienkurse in den Keller

Konjunktursorgen und schlechte Nachrichten von Unternehmensseite haben in den letzten Tagen an den Börsen zeitweise zu herben Verlusten geführt. So fiel der Deutsche Aktienindex Dax zeitweilig unter 4 200 Punkte. Der amerikanische Dow-Jones-Index fiel zwischenzeitlich unter 7 600 Punkte. Besonders schwach erwiesen sich zyklische Aktien und Finanzwerte. Angesichts der ausgeprägten Wirtschafts- und Finanzkrise fürchten einige Analysten, dass die Börsenindizes in den kommenden Tagen aus ihrer Seitwärtsbewegung nach unten ausbrechen und noch tiefer fallen könnten.

Konjunktur befindet sich im Sturzflug

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im vierten Quartal 2008 stärker eingebrochen als von den meisten Ökonomen erwartet worden war. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 2,1% gefallen. Das war der stärkste quartalsmäßige Einbruch seit der Wiedervereinigung. Dabei war der Rückgang des BIP in Deutschland aufgrund der starken Exportabhängigkeit sogar schärfer als in anderen wichtigen Ländern Europas. Für das Gesamtjahr 2008 errechneten die Statistiker zwar noch ein Wachstum von 1,3%, was aber einzig an der guten Entwicklung im ersten Quartal lag.

Milliarden für die Konjunktur

Die EU-Staaten geben für die Konjunkturunterstützung in den Jahren 2009 und 2010 voraussichtlich mehr als 400 Milliarden Euro aus. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission hervor. In den USA hat Präsident Barack Obama das in der Geschichte der USA größte Konjunkturpaket in Höhe von 787 Milliarden Dollar in Denver unterzeichnet. Es soll 3,5 Millionen Arbeitsplätze neu schaffen beziehungsweise alte sichern.

Goldpreis steigt sprunghaft

Der Goldpreis ist auf den höchsten Wert seit sieben Monaten gestiegen. Zeitweise kostete eine Unze über 975 US-Dollar. Damit strebt der Goldpreis wieder auf die Marke von 1 000 Dollar zu, die das Edelmetall zum letzen Mal am 17. März des vergangenen Jahres überschritten hatte. Seit Mitte November ist der Goldpreis um mehr als 30% gestiegen. Händler machten vor allem die enttäuschenden Entwicklungen an den Aktienmärkten sowie die weiterhin steigende Risikoaversion für den hohen Anstieg verantwortlich.