Gute Quartalszahlen verbreiten Optimismus: Konjunkturerwartungen für Deutschland verschlechtern sich: Euro weiter im Aufwind

Ein guter Start in die US-Berichtssaison hat dem deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn deutliche Gewinne beschert. Nach der Montags-Schlussglocke in New York hatte der Aluminiumkonzern Alcoa mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen den Reigen der Quartalsberichte eröffnet. Sorgen über die Entwicklung des chinesischen Immobilienmarktes drückten nur anfangs auf die Stimmung. Somit arbeitete sich der DAX weiter nach oben und näherte sich seinen Jahreshöchstständen. BMW-Aktien zogen dank höherer Absatz-und Gewinnprognosen für das laufende Jahr an und gewannen am Dienstag 8,3 Prozent. Wegen der Erholung der Nachfrage vor allem in China und den USA werde jetzt mit einem Absatzplus von rund 10 Prozent auf über 1,4 Millionen Fahrzeuge gerechnet. Anteilsscheine der Konkurrenten Daimler und Volkswagen konnten im Kielwasser der Nachrichten aus München ihre Gewinne ebenfalls ausbauen.

Die wirtschaftlichen Aussichten für Deutschland haben sich im Juli weiter verschlechtert. Das geht aus den neuen Zahlen des ZEW-Konjunkturindex hervor. Wie ferner bekannt wurde, sind die deutschen Großhandelsverkaufspreise im Juni mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vormonat kletterten die Preise um 5,1 Prozent nach einem Plus von 6,2 Prozent im Mai. Wie am Dienstagnachmittag veröffentlicht wurde, hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im Mai überraschend vergrößert. Demnach stieg das Defizit um 4,8 Prozent auf 42,3 Mrd. US-Dollar, wogegen Volkswirte einen Rückgang prognostiziert hatten.

Bei einem Kurs von 1,27 USD stabilisiert sich die Gemeinschaftswährung und behauptet damit die Kursgewinne der vergangenen Wochen. Kurstreiber waren gute Nachrichten aus der Eurozone. So entspannte sich die Sorge vor der europäischen Schuldenkrise weiter durch die erfolgreiche Platzierung griechischer Staatsanleihen. Die gute Akzeptanz diese Anleihen dürfte die Erwartung schüren, dass auch die anstehenden Anleihen-Emissionen von den Ländern Portugal, Spanien und Italien gut aufgenommen werden. Vor allem für Spanien ist der Juli der härteste Refinanzierungsmonat des Jahres. Über 20 Mrd. Euro müssen über die Kapitalmärkte aufgenommen werden.