Energiepolitik: ZdK fordert Konzept

Bonn (DT/KNA) Als „Testfall für eine ethisch verantwortete Politik“ bewertet das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZDK) das von der Bundesregierung angekündigte energiepolitische Konzept. Aus Verantwortung für die Nachkommen sei eine langfristig trag- und konsensfähige Lösung zu finden, heißt es in einem am Freitag in Bonn veröffentlichten Brief von ZdK-Präsident Alois Glück an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). So seien die Laufzeiten von Atomkraftwerken daran zu orientieren, welche Wirkung sie auf die Ziele und das Gesamtsystem der künftigen Stromversorgung hätten. Glück forderte ein umfassendes Energiekonzept und einen raschen Ausbau von regenerativen Energien. Dieses Anliegen dürfe nicht durch eine etwaige Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verschleppt werden. Gleichzeitig müssten bei einer Wende in der Energiepolitik „soziale und ökonomische Verwerfungen“ vermieden werden. „Wenn es der Politik gelingt, ein schlüssiges und ethisch gehaltvolles Konzept zu verwirklichen, ist dies die wirksamste Antwort auf die Vertrauenskrise der Bürger gegenüber der Politik“, so Glück. Merkel wollte am Freitagnachmittag die Öffentlichkeit über ihre „Energiereise“ informieren, die sie zusammen mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) absolviert hatte.