„Das Gesetz hat sich mehr als bewährt“

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung verteidigt Mindestlohn

Köln (DT/KNA) Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hat das neue Mindestlohngesetz gegen Kritik aus Union und Arbeitgeberlager verteidigt. „Das Gesetz hat sich mehr als bewährt“, erklärte die Bundesvorsitzende Regina-Dolores Stieler-Hinz am Donnerstag in Köln. „Der Mindestlohn fördert den wirtschaftlichen Aufschwung, denn je mehr Geld in der Lohntüte, desto mehr Kaufkraft. Und davon profitiert ja gerade die Wirtschaft.“ Seit rund 100 Tagen ist der gesetzliche Mindestlohn in Kraft. Klagen könnten höchstens die Unternehmen, die Menschen zu Dumpinglöhnen beschäftigt hätten, fügte die Vorsitzende des katholischen Sozialverbands hinzu.

„Wer seinen Angestellten nicht ein Lohn-Mindestmaß zur Sicherung seines Lebensunterhaltes gewähren will, hat in einer sozialen Marktwirtschaft nichts verloren.“ Man könne hier durchaus „von einer Marktbereinigung mit sozialem Vorzeichen zugunsten von Arbeitnehmern und unserem Sozial-Staat sprechen“, so die KAB. Zugleich forderte Stieler-Hinz eine Anhebung des Mindestlohns. Der Betrag von 8,50 Euro könne nur ein erster Schritt sein. Notwendig sei eine Lohnuntergrenze von mindestens 10 Euro pro Stunde. Außerdem müssten Ausnahmeregelungen beseitigt werden.