Banker treffen Theologen

Vatikanischer Kongress über Wirtschaftsethik eröffnet

Rom (DT/KNA) Mit ethischen Fragen der Wirtschafts- und Finanzwelt beschäftigt sich ein internationaler Kongress des Päpstlichen Rates für „Gerechtigkeit und Frieden“, der am Donnerstag in Rom begonnen hat. Unter den Teilnehmern sind außer Wirtschafts-, Sozialwissenschaftlern und Theologen auch Vertreter großer Bankhäuser wie Goldman Sachs, HSBC oder der Gulf One Bank sowie namhafter Unternehmensberatungen. Eröffnet wurde die dreitägige Veranstaltung von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und dem Präsidenten des Rates, Kardinal Peter Turkson.

Bertone rief die Unternehmer auf, ihr Handeln nicht allein auf Profitsteigerung auszurichten. In der komplexen globalen Wirtschaft werde Unternehmern immer häufiger die Sorge für Güter der Allgemeinheit übertragen, weil Staat und Öffentlichkeit dazu allein nicht mehr in der Lage seien. Aus Deutschland sind auf dem Kongress der Sozialwissenschaftler Manfred Spieker, der Bankier Georg Freiherr von Boeselager sowie der Vizepräsident des Club of Rome, Eberhard von Koerber, vertreten. Zu den Vortragenden zählt auch der Präsident der Vatikanbank IOR, Ettore Gotti Tedeschi.