Weber: Gemeinsame Afrika-Politik

München (DT/KNA) Manfred Weber, aus Bayern stammender Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), hat eine gemeinsame europäische Afrikapolitik gefordert: „Europa und Deutschland können keine gute Zukunft haben, wenn sich Afrika dauerhaft in schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lagen, vielleicht sogar im Chaos befindet. Deshalb ist für die nächste Kommission eine gemeinsame Afrikapolitik eine zentrale Herausforderung“, sagte Weber dem aktuellen „missio magazin“ des katholischen Missionswerks missio München. Der CSU-Politiker ergänzte, er könne sich vorstellen, einen eigenen Kommissar für die Afrikapolitik zu benennen. Weiter sagte Weber: Um die Lebensperspektiven in Afrika zu verbessern, müsse die Europäische Union ihre Entwicklungshilfe mit einer klugen Handelspolitik verbinden. „Ganz konkret könnte ich mir vorstellen, dass wir die afrikanischen Länder, die sich demokratisieren, den Kampf gegen Korruption ernst nehmen und stabile staatliche Strukturen aufbauen, auch in der Handelspolitik priorisieren, um dort Investitionen anzureizen.“ Weber lobte die Arbeit der Kirche in Afrika: „Sie hat in vielen Bereichen das Alleinstellungsmerkmal als fairer Interessensvertreter, als nicht-korrupte Institution, als Vorbild, wie eigentlich staatliche Strukturen auch ausschauen sollen.“ Hier könne man anknüpfen.

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