Österreich will islamistische Moscheen schließen

Wegen Verstößen gegen das Islamgesetz will Österreich mehrere islamistische Moscheen schließen und diverse Imame ausweisen. Damit handele er entschieden gegen Fehlentwicklungen, meint Bundeskanzler Kurz.
Pk Bundeskanzler von Österreich
Foto: Georg Hochmuth (APA) | 18.04.2018, Österreich, Wien: Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), nehmen nach einem Treffen mit Vorständen des Arbeitsmarktservice (AMS) an einer ...

Wegen Verstößen gegen das Islamgesetz will Österreich mehrere islamistische Moscheen schließen und diverse Imame ausweisen. Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag via Twitter mitteilte, ist auch eine Moschee der türkisch-nationalistischen „Grauen Wölfe“ in Wien betroffen. Zudem werde die gesamte Arabische Kultusgemeinde aufgelöst. Darüber hinaus wolle man „bis zu 40“ Imame des Vereins „Türkisch-Islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich“ (ATIP) ausweisen.

„Wir handeln damit entschieden und aktiv gegen Fehlentwicklungen und die Bildung von Parallelgesellschaften - und werden das auch weiterhin tun, wenn es zu Verstößen gegen das Islamgesetz kommt“, so Kurz.

Seit 2015 gibt es in Österreich ein sogenanntes Islamgesetz. Es soll eine Radikalisierung junger Menschen verhindern und einen Islam „österreichischer Prägung“ schaffen. Es sieht unter anderem vor, dass Moscheevereine nicht aus dem Ausland finanziert werden dürfen.

DT/KNA

 

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