Mexiko-Stadt

Mexikos Bischöfe rufen zu Demo für das Leben auf

Anfang Oktober soll in Mexiko-Stadt ein „Marsch für die Frau und für das Leben“ stattfinden. Damit reagieren Lebensschützer auf die jüngste Liberalisierung der Abtreibungsgesetze
Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington
Foto: Susan Walsh (AP) | So könnte es am 3. Oktober auch in den Straßen von Mexiko-Stadt aussehen: Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington im Rahmen des jährlich stattfindenden "March for Life".

Die Mexikanische Bischofskonferenz CEM hat zu einem „Marsch für die Frau und für das Leben“ am 3. Oktober aufgerufen. In dem „Nationalen Aufruf“ heißt es: „Wir freuen uns über die zahlreichen Aktionen und Demonstrationen, die bereits im ganzen Land stattgefunden haben, und wir ermutigen die Laien, dies auch weiterhin zu tun. Verschiedene Laien aus unterschiedlichen sozialen Organisationen, Katholiken und Nichtkatholiken, sind an uns herangetreten. Sie haben eine große Kundgebung in Mexiko-Stadt vorgeschlagen, um ihre Wertschätzung und den Schutz des menschlichen Lebens der Frau und ihres Kindes unter allen Umständen zum Ausdruck zu bringen.“

Echte Lösungen für die Bedürfnisse der Frauen gefordert

Nachdem am 7. September der Oberste Gerichtshof Mexikos entschieden hatte, es sei verfassungswidrig, „die Abtreibung durchgängig unter Strafe zu stellen“, kündigten Lebensschutz-Verbände Aktionen an, damit „alle unsere Kinder vor und nach der Geburt gleichermaßen geschützt sind“.

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Die Bischöfe unterstreichen nun, dass sie „als Hirten“ die Aktionen der Gläubigen begleiten und unterstützen wollen, damit sie „ein dem Glauben entstammender Ausdruck der Nächstenliebe zugunsten echter Lösungen für die Bedürfnisse der Frauen und ihrer Würde wird, und gleichzeitig die Integrität des Rechts auf Leben des ungeborenen Kindes sichtbar macht und respektiert.“ Deshalb rufen die mexikanischen Bischöfe zu einem möglichst zahlreichen Marsch auf, der in Mexiko-Stadt stattfinden soll.

Bereits erste Unterstützer für Marsch

Der CEM-Aufruf schließt mit den Worten: „Die heilige Maria von Guadalupe, Hüterin des Lebens, möge für unser mexikanisches Volk Fürsprache einlegen, damit wir, die wir diese schöne Nation bilden, das Evangelium des Lebens verkünden und eine Kultur des Lebens und der Menschenwürde aufbauen können.“

Nachdem der Aufruf veröffentlicht wurde, hat die CEM bereits erste Unterstützungsbekundungen erhalten. So fordern die in 28 Bundesstaaten vertretenen „Interreligiöse Räte“ Mexikos: „Wir wollen in einem Land leben, in dem das Leben und unsere Überzeugungen respektiert werden“. Es wird erwartet, dass sich dem Aufruf der Bischöfe auch andere Kirchen anschließen werden, die sich gegen Abtreibung aussprechen.  DT/jg

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