Gastkommentar

Viele Muslime suchen Christus. Von Christian Steidl

Der Heilige Johannes von Damaskus würde in der heutigen Kirche nicht mehr zum Priester geweiht werden. Der Heilige Thomas von Aquin wäre noch nicht einmal mehr als Pfarrgemeinderatsvorsitzender tragbar. Der Heilige Vinzenz von Paul hätte keine Chance, Geschäftsstellenleiter der Caritas zu werden. Don Bosco würde bei den BDKJ-Vorstandswahlen durchfallen. Sie alle würden von vielen Kirchenfunktionären heute zu hören bekommen, sie seien „islamophob“. Die biblische Aussage, dass das der Anti-Christ ist, der leugnet, dass Jesus Gottes Sohn ist (1. Joh. 2:22), hat für sie keine Bedeutung mehr. Lieber demonstrieren sie zusammen mit atheistischen Kommunisten und Anarchisten für eine unlimitierte muslimische Einwanderung.

In der Arbeitshilfe 172 „Christen und Muslime in Deutschland“ wirbt die Deutsche Bischofskonferenz für die Akzeptanz von Minaretten mit rufendem Muezzin. In einer Klosterbuchhandlung sah ich einen Koran. Ein Buch mit Tipps für die christliche Missionierung von Muslimen gab es nicht. Das ist schade, denn viele Muslime spüren, dass der ewige Dschihad gegen die vermeintlichen „Ungläubigen“ keinen Segen bringt. Sie suchen den wahren Gott und seinen Frieden (Joh. 14,27).

Zum Glück nehmen immer mehr Christen Jesu Auftrag, „Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“ (Mt 28,19), wieder ernst. Das Mission Manifest gibt Impulse. Sogar Kardinal Woelki hat es unterschrieben. Der Verein Elijah21 lädt muslimische Flüchtlinge zu Jesus-Filmnachmittagen ein. Das sollten alle Flüchtlingshelferkreise der Pfarrgemeinderäte tun.

Zur Vorbereitung der Christen auf das Glaubensgespräch mit Muslimen sollte der „Glaubenskompass Islam“ des Hilfswerkes „Kirche in Not“ auf dem Informationstisch jeder Kirche liegen und in den Pfarrbüchereien sollten die Bücher christlicher Ex-Muslime wie Sabatina James in den Regalen stehen.

Der Autor ist Unterfränkischer Sprecher des Konservativen Aufbruchs/der WerteUnion in der CSU.

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