"Forum deutscher Katholiken" wünscht sich Beauftragten für Religionsfreiheit

Hubert Gindert, der Vorsitzende des Forums, erhofft sich von einem Beauftragten für Religionsfreiheit, besser auf religiöse motivierte Konflikte aufmerksam machen zu können.
Kongress "Freude am Glauben"
Foto: Bert Bostelmann (KNA) | Blick auf Teilnehmer beim Kongress "Freude am Glauben" des Forums Deutscher Katholiken am 8. Juli 2017 in Fulda. An der Tribüne hängt auf einem gelben Schild der Name des Veranstalters.

Das „Forum deutscher Katholiken“ unterstützt die Forderung an die künftige Bundesregierung, einen eigenen Beauftragten für Religionsfreiheit zu ernennen. Das könne die Chance erhöhen, „auf die weltweit zunehmenden religiös motivierten Konflikte aufmerksam zu machen“, erklärte Hubert Gindert, der Vorsitzende des Zusammenschlusses konservativer Katholiken, am Montag in Augsburg. Ein solcher Beauftragter könne helfen, „bereits vor einer Eskalation die Bundesregierung zur Intervention zu bewegen und so zu verhindern, dass erneut Fluchtursachen geschaffen werden“.

Weltweit nähmen Konflikte zu, „die ihre Ursachen in intoleranten religiösen Vorstellungen und Verhalten haben“, ergänzte Gindert. Die Folgen dieser Konflikte beträfen im Zeitalter der Globalisierung die ganze Welt, was man „leider auch an den derzeit zu beobachtenden Migrationsbewegungen erkennen“ könne. Die Politik solle deshalb mithelfen, „die Chance auf sinnvolle und zielführende institutionelle Deeskalationsbemühungen durch einen Beauftragten für Religionsfreiheit zu vergrößern“. Das im Jahr 2000 gegründete „Forum Deutscher Katholiken“ versteht sich selbst als lockerer Verband „papst- und kirchentreuer Katholiken“, die sich „zum Glauben unserer Kirche bekennen, wie er im 'Katechismus der Katholischen Kirche' zusammengefasst ist“.

Vor kurzem hatten sich verschiedene Politiker und Menschenrechtler für die Einrichtung eines Beauftragten für Religionsfreiheit ausgesprochen. Bei der Vorstellung eines „Jahrbuchs Religionsfreiheit“ der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Deutschen Evangelischen Allianz forderten sie zugleich, weltweit noch stärker für das Recht auf freie Religionsausübung einzutreten.
Ein eigener Beauftragter solle Aufklärungsarbeit leisten und eine mahnende Stimme erheben. Zudem solle man bei der Entwicklungshilfe auch die Situation der Religionsfreiheit in dem betreffenden Land berücksichtigen. Darüber hinaus solle der Beauftragte einen regelmäßigen Bericht der Bundesregierung zum Thema Religionsfreiheit vorlegen.

DT/KNA

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