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Bischof von Christoupolis: Glaube spielt für ukrainische Flüchtlinge eine wichtige Rolle

Der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis erzählt im Interview von seinen Erfahrungen mit Flüchtlingen aus der Ukraine.
Bischof Emmanuel von Christoupolis erzählt im Interview von seinen Erfahrungen mit Flüchtlingen aus der Ukraine
Foto: Christophe Gateau (dpa) | Emmanuel von Christoupolis (l), griechisch-orthodoxer Bischof und Vikarbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, hat im Interview mit der „Tagespost“ über seine Erfahrung mit ukrainischen ...

Der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis, Beauftragter der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland am Sitz der Bundesregierung, hat unterstrichen, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Von beiden Seiten müsse ein Signal ausgehen, erklärte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Migranten seien „zumeist traumatisiert.“ Damit eine friedliche Integration gelingen könne müsse Vertrauen aufgebaut werden. Auch die Politik müsse auf die Menschen zugehen und ihnen zuhören, ihre Erfahrungen wahrnehmen. Wörtlich sagte Bischof Emmanuel: „Integration erfordert den Einsatz aller in diesem Land.“

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Demonstration gegen Hass war überfällig

Die Demonstrationen gegen Rechtsextremismus sind in seinen Augen ein Zeichen der Hoffnung. Es sei „längst überfällig, dass die Menschen hierzulande mutig gegen Hass und rechte Ideologien demonstrieren.“ Der griechisch-orthodoxe Bischof, der aufgrund seiner dienstlichen Verpflichtungen selbst an keiner Demonstration teilnehmen konnte, sieht auch in den ökumenischen Friedensgebeten ein Zeichen der Hoffnung. Die Beter sendeten das „unmissverständliche Signal“ aus, dass Frieden unter den Menschen alternativlos sei. In seiner Berliner Kirchengemeinde gebe es geflüchtete Familien aus der Ukraine, die sich vor allem die Rückkehr in die Heimat und eine Perspektive für ihre Kinder wünschten.

Bischof Emmanuel hob die Religiosität der Flüchtlinge hervor: „Der Glaube spielt für diese Menschen eine sehr wichtige Rolle und gibt ihnen in dieser schweren Zeit Halt.“ Die russisch-orthodoxe Kirche könne, auch in Zusammenarbeit mit allen Christen und allen Menschen guten Willens, durch ein deutliches und mutiges Wort der Mahnung eine wichtige Rolle bei der Friedensschaffung und Friedenssicherung spielen. DT/reg

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