Was andere Zeitungen schreiben: Rüstungsgleichgewicht bedroht: Fruchtbare Kombination: Vergänglichkeit des Menschen: Ideologie der Abtreibung

Die katholische Tageszeitung „La Croix (Paris) warnt vor den Folgen des Atomwaffentests in Nordkorea:

Zur eigenen Beruhigung könnte man versucht sein zu sagen, dass es nur eine Provokation ohne Konsequenzen ist, um die kommunistische Macht in Nordkorea zu untermauern. Diese Auffassung achtet das Leid eines Landes mit 25 Millionen Einwohnern gering und ist außerdem falsch. Denn durch die Gefahr, die von Nordkorea ausgeht, werden Südkorea und Japan zur Aufrüstung gedrängt. Um sie davon abzuhalten, muss Washington seinen atomaren Schirm wahren, und das lässt weniger Spielraum für die Abrüstung. Obama, der Anfang April in Prag seinen Willen bekundet hatte, die internationalen Abrüstungsverhandlungen wieder aufzunehmen, befindet sich in einer Zwickmühle. Auf eine Deeskalation kann man nur dann hoffen, wenn die atomaren Großmächte – die Vereinigten Staaten, Russland, China, Großbritannien, Frankreich – mit gutem Beispiel vorangehen.

Eine Kirche des Zweiten Vatikanums mit einem Programm, das dem Zweiten Vatikanum entspricht: Und Vincent Nichols ist durch und durch ein Erzbischof des Zweiten Vatikanums. Diese Kombination könnte äußerst fruchtbar sein.

Lepra, Tuberkulose und Aids sind mit der Geschichte unserer Insel eng verbunden, gleichsam als Beweis für die Verletzlichkeit des Menschen. Diese Geißel, die langsam zum Tod führt, tragen wir als Lebewesen stets in uns. Oft gibt die Euphorie über Errungenschaften uns das Gefühl, dass wir alles, was es gibt, unter Kontrolle haben. Dieses autonome und quijoteske „wir haben gesiegt“ verwandelt sich nach und nach in Galle, die die Wirklichkeit vergiftet, wenn wir den Gleichgewichten des Lebens nicht Rechnung tragen. Ohne Glauben und ohne Verstand erliegt man der Fata Morgana, gerät in die Sackgasse, stellt sich die quälende Frage: „Was sollen wir jetzt tun?“

Wenn man ein Kind vor das Ultraschallbild eines Fötus stellt, erkennt es in diesen schemenhaften Umrissen sofort seinesgleichen. Dennoch gibt es eine Wissenschaft, die so verwirrt ist, dass sie das, was jedes Kind sieht, nicht erkennt – eine Wissenschaft, die stammelt, dass nur „philosophische oder religiöse“ Ideen einen Fötus als Mensch bezeichnen: Wo, bitte, bleibt der wissenschaftliche Beweis? Ein Mensch, der sich selbst nicht mehr erkennt: Das ist die Frucht einer Wissenschaft, die von der Ideologie verblendet ist.

Themen & Autoren

Kirche