Was andere Zeitungen schreiben: Kirche bietet Orientierung: Politik der Angst: Todesurteil ohne Grundlage: Durst nach Wahrheit und Freiheit

In Sydney schreibt die Tageszeitung „The Daily Telegraph“ anlässlich des Weltjugendtages:

Viele Australier sind dem säkularen Kult der Selbstbemitleidung erlegen – die „Gestohlenen Generationen“ ebenso wie jene, die den apokalyptischen Visionen globaler Erwärmung Glauben schenken. Sie klammern sich an das Credo der Negativität und zeigen so ihre geistliche Leere. Der Staat hat hartnäckig versucht, jegliche Spiritualität aus dem Schulsystem zu entfernen. Die Aktivisten der Lehrergewerkschaften können die innere Leere nicht ausfüllen. Trotz ihrer Fehler bietet die Kirche den Suchenden Orientierung, wie die Pilger zeigen, die jetzt in Sydney sind. In einer Gesellschaft, die durch die Linke angehalten wurde, Familienwerte als altmodisch zu verachten, lehrte sie Eltern, ihren Kindern ein moralisches Bewusstsein zu vermitteln.

Unser Land muss mit der Zustimmung zur Politik der Angst fertigwerden, die zur Gefangenschaft und Misshandlung Hunderter von Menschen geführt hat. Ein notwendiger Schritt ist die Freilassung unschuldiger Häftlinge, mit öffentlicher Entschuldigung und Entschädigung. Der Kongress muss seine Mitarbeit an Gesetzen verantworten, die Verdächtigen die Berufung verweigerten. Es bedarf einer Wahrheitskommission, um die politische Verantwortung für Maßnahmen zu finden, die die Verdächtigen in einen rechtlich ungeschützten Raum stellten.

Eluana wird im Namen eines diffusen Empfindens sterben, das zum Todesurteil geworden ist – nicht im Namen von Mitleid und Liebe, sondern eines Empfindens von Mitleid und Liebe, ohne nach einer objektiven Grundlage zu suchen. Es hat etwas Unreifes an sich, das unser Menschsein beleidigt. Großvater und Vater haben mich gelehrt, dass die Realität etwas Großes und Wunderbares ist, vor dem unsere Phantasien armselig sind. Heute lehrt man, dass die Realität ein Gefängnis ist, aus dem man in virtuelle Welten flüchten muss – oder einfach nur ausbrechen, weggehen, sterben. Das ist die „Philosophie“ der Welt. Sie ist dumm, aber bequem, denn so können wir alles „Gerechtigkeit“, „Mitleid“, „Liebe“ nennen.

Allen Leidenden ist die Kirche nahe, eine bedrängte, überwachte, unter Druck gesetzte Kirche, die nicht aufhört, das Evangelium zu verkündigen und dem Nächsten zu helfen. Diese Kirche will „Kirche in Not“ unterstützen. Die Hoffnung Kubas sind die Kubaner und die Berufungen. Dieses Volk dürstet nach Wahrheit und Freiheit, weil die Wahrheit seit 50 Jahren im Verborgenen liegt. Die Gläubigen sind standhaft und offen gegenüber der Transzendenz. Sie brauchen Beistand.

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