Waffen sollen IS-Terror stoppen

Washington/Bagdad (DT/dpa) Immer mehr Staaten unterstützen die Kurden im Nordirak im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Waffen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums vom Dienstag (Ortszeit) liefern neben den USA nun auch Kanada, Kroatien und Albanien Kriegsgerät. Italien, Frankreich und Großbritannien hatten zuvor bereits Rüstungslieferungen angekündigt. Als eines der ersten Länder hatte Iran am Dienstag mit Waffenlieferungen begonnen, wie der Präsident der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak, Massud Barsani, in Erbil mitteilte. Zuvor hatte das Pentagon auch Dänemark unter den Staaten aufgelistet, die Waffen zur Verfügung stellen werden. Die Vereinten Nationen warfen IS am Mittwoch vor, wie im Irak auch im benachbarten Syrien brutalste Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen. So würden IS-Milizen in ihrem Herrschaftsgebiet zur Abschreckung regelmäßig öffentliche Hinrichtungen veranstalten und selbst Kinder zum Zuschauen zwingen. Amerika unterstützt die kurdischen Kämpfer seit Anfang August mit Luftschlägen gegen IS im Nordirak. Nach Angaben des TV-Senders NBC begann das US-Militär zudem mit Aufklärungsflügen über Syrien als Vorbereitung für mögliche Luftangriffe gegen dortige Stellungen der Terrormiliz. Nach US-Medienberichten hatte Präsident Barack Obama Drohnenflüge bereits am Wochenende genehmigt. Die Terrormiliz IS will ein länderübergreifendes Kalifat mit Irak und Syrien errichten und hat dabei bereits zahlreiche Gräueltaten gegen Zivilisten verübt. Al-Rakka in Syrien gilt als die Hochburg der Islamisten. Die Bundesregierung wird am Sonntag über die geplanten Waffenlieferungen in den Irak entscheiden. Dann werde es ein weiteres Treffen zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und den zuständigen Ministern geben, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Anschließend werde die Öffentlichkeit über die Entscheidung informiert. Geprüft wird derzeit die Lieferung von Handfeuerwaffen und panzerbrechenden Waffen an die Kurden im Nordirak.

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