Kommentar um „5 vor 12“

Stoppt die Frühsexualisierung der Kinder!

Österreich will die schulische Sexualpädagogik neu ordnen. Das sollte so gründlich wie möglich geschehen: Aufklärung muss für die Entwicklung von Kindern sensibel sein. 
Bildungsminister Heinz Faßmann ÖVP
Foto: photonews.at/Georges Schneider via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Bildungsminister Heinz Faßmann wird den Schulen vom Ministerium eine Liste "qualitätsgeprüfter Einrichtungen" für Sexualaufklärung zur Verfügung stellen.

Was für ein Ablenkungsmanöver! Ab Herbst 2018 schossen sich linke Politiker und Medien in Österreich auf den christlichen Verein „Teenstar“ ein. Eine „höchst problematische Ideologie“ warf die Sozialdemokratie dem Verein vor – gemeint war das christliche Menschenbild. Kaum in Zweifel gezogen wurden dagegen jene Vereine, die in den Schulen die Frühsexualisierung wehrloser Kinder vorantreiben. Und das, obwohl viele Eltern die Verstörung ihrer Kinder immer wieder zur Sprache bringen.

Eltern aufgepasst!

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Ab Herbst will das österreichische Bildungsministerium den Schulen nun bei der „Qualitätssicherung der sexualpädagogischen Angebote“ unter die Arme greifen. Laut Bildungsminister Heinz Faßmann wird den Schulen vom Ministerium „eine Liste qualitätsgeprüfter Einrichtungen zur Verfügung gestellt, woraus sie eine Auswahl treffen können“. Eltern, aufgepasst: Welche Personen und Vereine werden auf Eure Kinder losgelassen? Welches Menschenbild, welche Programme und welche Ziele vertreten die Anbieter?

Nicht vertrauenerweckend

Eine Qualitätskontrolle durch das Ministerium alleine ist nicht vertrauenserweckend, wie ein Blick in den „Grundsatzerlass Sexualpädagogik“ beweist. Der geht davon aus, dass Sexualpädagogik vom Schuleintritt bis zum Ende der Schulkarriere fächerübergreifend stattfindet. Auch ist darin zwar von „Lust“, jedoch an keiner Stelle von „Liebe“ oder „Familie“ die Rede. Unter Ideologieverdacht stehen nicht nur die externen Vereine, die von den Schulen zur sexualpädagogischen Mitarbeit herangezogen werden, sondern auch der Grundsatzerlass des Bildungsministeriums selbst. Mündige Eltern müssen alle unter die Lupe nehmen – und das Recht ihrer Kinder auf eine entwicklungssensible Sexualpädagogik mit Nachdruck einfordern.

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