Religionsfreiheit für den Orient

Rom (DT/KAP) Mit einem Appell für einen Frieden „in Freiheit, Wahrheit und Liebe“ haben sich die bei der Weltbischofssynode anwesenden Patriarchen der unierten Ostkirchen aus dem Orient an den Papst und die Weltöffentlichkeit gewandt. Gerechtigkeit und Religionsfreiheit seien Voraussetzung und Garantie für den Frieden, betonten sie. Besonders forderten sie für das Heilige Land, für den Libanon, den Irak und Indien rechtliche und soziale Bedingungen, die den Christen ein Leben in Würde und ohne Diskriminierung erlauben. Die Christen hätten ein Recht, in der orientalischen Urheimat des Christentums frei und ungehindert zu leben. „Wir sind allen nahe, die für ihren christlichen Glauben leiden, und neigen uns in Ehrfurcht vor den Märtyrern der jüngsten Zeit, die ihr Leben wegen ihrer Treue zu Christus verloren haben“, so die Patriarchen.

An die Christen und an die Menschen guten Willens appellieren die orientalischen Patriarchen, im Alltag „Respekt und Aufnahmebereitschaft für die 'Anderen'“ zu praktizieren und allen nahe zu sein, die arm und bedürftig sind. Es sei Aufgabe der Seelsorger, diese Haltungen zu verkünden und zu fördern. Unterzeichnet wurde der Appell vom maronitischen Patriarchen, Kardinal Nasrallah Sfeir, vom chaldäisch-katholischen Patriarchen, Kardinal Emmanuel III. Delly, vom syro-malabarischen Großerzbischof von Ernakulam, Kardinal Varkey Vithayathil, aber auch von Kardinal-Staatssekretär Bertone. Für einen intensiveren Dialog mit dem Islam hat der melkitische Patriarch von Antiochien, Gregorios III. Laham plädiert. Ein Dialog sei möglich und sinnvoll, sagte der in Damaskus residierende Patriarch. Es gehe dabei nicht um Expertengespräche oder Bekehrungsversuche.

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