Presse: Was bedeutet „Fremde aufnehmen“?

Der Londoner „Catholic Herald“ schlägt eine Synode zum Thema Immigration vor:

Es ist nicht so, dass die katholische Kirche keine klare Lehre zur Immigration hätte. Vielmehr hat sie sich noch nicht damit befasst, welche Auswirkungen es hat, Fremde aufzunehmen. Es ist ein guter Grundsatz, aber was bedeutet es in der Praxis? Es wäre eine gute Idee, wenn die Universalkirche eine Synode über dieses Thema veranstaltete. Dann könnten sich die amerikanischen und europäischen Bischöfe mit Bischöfen austauschen, deren Länder zahlreiche Flüchtlinge und Migranten aufgenommen haben – wie Kenia und Südafrika und insbesondere Jordanien und der Libanon.

Religiöses Wiedererwachen in China

„Asia News“ sieht in der neuen Religionsgesetzgebung Chinas ein positives Zeichen:

Einer Studie der Universität Shanghai zufolge haben mindestens 60 Prozent der Studenten Interesse am Christentum, und es gibt in den offiziellen Gemeinden und in der Untergrundkirche immer mehr junge Katechumenen. Dass der neuen Gesetzgebung ein Artikel hinzugefügt wurde, der einen solchen „Proselytismus“ an Schulen strafbar machen soll, ist ein Zeichen, dass es sich um ein weit verbreitetes Phänomen handelt. Es ist ein Symbol, das für die ganze Gesetzgebung gilt: Man ruft nach Kontrolle, aber das religiöse Wiedererwachen Chinas ist bereits unkontrollierbar geworden.

Hoffnungsvolle Zeichen

Der US-amerikanische „National Catholic Register“ erkennt einen klaren Aufwärtstrend für den Lebensschutz in den USA:

Die Zahl der Lebensschützer steigt, während die der Abtreibungsbefürworter zurückgeht. Seit der Legalisierung der Abtreibung im Jahr 1973 gab es nie so wenige Abtreibungen wie heute; die Zahl der Schwangerschaften Minderjähriger ist so niedrig wie nie zuvor. Es gibt hoffnungsvolle Anzeichen, dass die Abtreibung in Amerika eines Tages – vielleicht noch in dieser Generation – verboten wird, wenn wir uns weiter für ihre Abschaffung einsetzen und dafür beten.

Lösungen für afrikanische Probleme

„Semaine Africaine“, die Zeitschrift der kongolesischen Bischofskonferenz, kommentiert die Begegnung der Afrikanischen Union zur Lage in Libyen:

Dass Libyen zur Umschlagplatz für alles Mögliche geworden ist – Migranten, Kriminalität, religiöser Radikalismus –, gefällt niemandem. Sowohl die europäischen Länder, die nur einen Steinwurf von der libyschen Küste entfernt sind, als auch die afrikanischen Länder, die zusehen müssen, wie ihre jungen Menschen die Festung Europa stürmen, indem sie vorzugsweise den Weg durch Libyen nehmen, sind daran interessiert, Libyen gemeinsam zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Darum waren in der Begegnung von Kintélé Delegationen von beiden Ufern des Mittelmeers präsent, obgleich einige leere Plätze und das Fehlen praktischer Beschlüsse die Grenzen des erklärten Willens der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen, „afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme“ zu suchen, aufgezeigt haben.

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