Presse: Riss in der Sparpolitik

Die Tageszeitung „La Croix“ kommentiert den Regierungswechsel in Griechenland:

Für die Verantwortlichen in Europa sind Hilfen für Griechenland nicht gerechtfertigt, wenn es seinen Sparkurs einstellt. Darüber scheinen sich alle einig zu sein. Dennoch besteht in Ländern wie Frankreich oder Italien die Versuchung, den griechischen Forderungen Gehör zu schenken, um den harten Kurs Deutschlands aufzuweichen, wenngleich weiterhin der Wunsch besteht, angesichts des Ausscherens Griechenlands konsequent zu bleiben. Der Regierungswechsel in Athen hat einen Riss in der Sparpolitik herbeigeführt.

Habgier vergiftet die Politik

„Semaine Africaine“ mahnt zu einem ernsthaften Demokratisierungsprozess:

Staatsführung darf nicht Synonym sein für persönliche Bereicherung oder die der Familie oder des Klans. Unser Land besitzt viele Ressourcen, die zu seiner Entwicklung dienen müssen, zum Nutzen aller Kongolesen. Viele Bemühungen wurden unter Präsident Sassou-Nguesso unternommen. Es gab jedoch auch Schwächen, und diese müssen korrigiert werden, und zwar an der Basis, also auf der Ebene des Grundrechts, wenn unser Land eine stabile demokratische Zukunft haben soll, auf der Grundlage einer gerechten Verteilung der Staatsrendite, um Habgier und soziale Ungerechtigkeit, die das politische Leben vergiften, zu beseitigen.

Religion befreit den Menschen

In Glasgow prangert der „Scottish Catholic Observer“ den Säkularismus an:

Von den Nazis bis hin zu Maos China, Stalins Sowjetunion, Pol Pots Kambodscha und das Nordkorea der Kim-Dynastie: Sie alle haben Religion verbannt, lächerlich gemacht und kritisiert, zum Schaden des Volkes und zum Preis zahlloser Menschenleben. Ohne Religion wurden diese Gesellschaften zu brutalen, unmenschlichen Orten ohne Hoffnung und ohne Optimismus. Nur durch Verständnis, Toleranz und Erziehung können wir eine harmonische Gesellschaft schaffen, und diese Tugenden werden von allen Religionen geschätzt. Die Religion ist nicht das Problem, sondern sie bietet uns eine Lösung. Wo auch immer sie verleumdet und beseitigt wurde, ist sie doch immer zurückgekehrt. Denn sie berührt das menschliche Herz, und anders als viele säkulare Weltanschauungen unterdrückt sie die Menschen nicht, sondern befreit sie.

Kultureller Kolonialismus

Die Mailänder „Avvenire“ übt harte Kritik an der Registrierung unverheirateter Paare durch die römische Kommunalverwaltung:

Es ist ein ernster Grund zur Besorgnis, dass wieder einmal massive Verwirrung gestiftet wird in einer Gesellschaft, die bereits recht orientierungslos ist. Wenn man Dinge, die nicht gleich sind und nie gleich sein werden (man denke allein an die Elternrolle), um jeden Preis gleichsetzen will, betrügt man die Schwächeren und die Menschen mit geringerem kritischem Bewusstsein. Wir stehen an der Grenze zu eben jenem kulturellen Kolonialismus, den Kardinal Bagnasco kürzlich angeprangert hat.

Themen & Autoren

Kirche

Synode
Synode
Synodalität als Stärkung der Kirche Premium Inhalt
Synodale Prozesse wecken derzeit sowohl Hoffnung als auch Sorgen. Doch was zeichnet den „gemeinsamen Weg“ aus? Zehn biblische Anregungen für synodale Gespräche.
20.09.2021, 19 Uhr
Martin Baranowski
Schwules Paar
Rezension
Eine Wegweisung im LGBTIQ - Dschungel Premium Inhalt
Daniel Mattson legt in seinem autobiografischen Buch "Warum ich mich nicht als schwul bezeichne" tiefe Gedanken über Sexualität, persönliche Freiheit und die Lehre der Kirche vor.
19.09.2021, 17 Uhr
Barbara Stühlmeyer