Presse: Protagonisten der Zukunft

Die Pariser Wochenzeitung „France Catholique“ blickt nach dem WJT hoffnungsvoll auf die katholische Jugend:

Die Jugendlichen sind nach Madrid gekommen, um über den Sinn ihres Lebens nachzudenken und sich die Frage zu stellen, was sie daraus machen wollen. Eine Pilgerreise ist ein Mittel, um dem gesamten Leben eine neue Perspektive und Ausrichtung zu geben. Diese zahllosen Jugendlichen sind besonders für Europa eine einmalige Chance. Sie sind die Protagonisten seiner Zukunft! Sie sind entschlossen und nachdenklich. Sie wollen das Schicksal anders gestalten. In dieser Zeit der Unsicherheit sind sie für uns alle die lebendige Hoffnung!

Säkularismus ist Ideologie

Die US-Tageszeitung „The Washington Post“ weist ungerechtfertigte Vorwürfe gegenüber gläubigen Menschen zurück:

Wie jede Ideologie, so hat auch der Säkularismus philosophische Wurzeln, über die sich streiten lässt. Dennoch meinen Säkularisten oft, ihre Sicht sei die Neutralität schlechthin und verdiene daher den Vorrang in der Öffentlichkeit. Der Vorwurf, dass Religion grundsätzlich engstirnig sei, wird zum Vorwand genommen, um sie engstirnig zu behandeln. Pluralismus bedeutet: „religiöse Menschen zum Schweigen bringen“. Durch den Vorwurf, sie wollten eine Theokratie errichten, wird versucht, Widersacher zum Schweigen zu bringen, statt ihnen zu antworten. Im Grunde ist es einfacher, ihnen eine Verschwörung zu unterstellen, als sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Gesellschaft kein Anhängsel der Börse

Angesichts der Finanzkrise fordert die Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Mailand), der Demokratie neue Horizonte zu geben:

Das Problem sind nicht die Finanzmärkte, sondern die Tatsache, dass die Demokratie rein wirtschaftlich orientiert ist. Die Demokratie muss neue Inhalte finden. Sie muss gegen die wirtschaftliche Eindimensionalität die Politik wiederentdecken, die – wie einst – den wesentlichen Werten, an deren Verteidigung uns gelegen ist, Raum gibt: der großen Frage nach dem Gesellschaftsmodell. Sie muss gegen den pseudorealistischen Minimalismus die Politik der öffentlichen Debatte wiederentdecken – mit Wahrheitsliebe, ohne utopisches Geschwätz, aber mit der Fähigkeit zu Visionen und zur Durchsetzung von Idealen. In den harten Zeiten, die uns erwarten, ist eine solche Politik die einzige Hoffnung der Demokratie. Nur so können wir dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft nicht zu einem fügsamen, aber menschenunwürdigen Anhängsel der Börse wird.

Kehrtwende für Afrikas Autokraten

„La Semaine Africaine“ (Kongo) schreibt angesichts der Umstürze in Nordafrika:

Zur Zeit des arabischen Frühlings gibt es erstaunlicherweise immer noch afrikanische Staatsoberhäupter, die meinen, sie seien unverzichtbar, und die von ewiger Macht träumen. Der senegalesische Staatschef Wade hat sich eines Besseren belehren lassen und angesichts des Volkszornes zum ersten Mal eine Kehrtwende gemacht. Die Autokratie in Afrika ist im Rückgang begriffen.

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