Presse: Prostituierte nicht ausstoßen

In Kapstadt fordert „The Southern Cross“ eine Revision der Prostitutionsgesetze:

Frauen, die in der Prostitution gelandet sind – durch Zuhälter, Verbrecherbanden oder ihre eigenen Familien – dürfen von der Regierung und der Gesellschaft nicht ausgestoßen werden. Die Prostitutionsgesetzgebung muss revidiert werden, um Frauen und Kindern größeren Schutz zu bieten. Zwar müssen Katholiken vorsichtig sein, wenn es um die Befürwortung der Regulierung der Sexindustrie geht, aber einige haben sich dafür ausgesprochen, auch wenn sie die Prostitution als unmoralisch und entwürdigend verurteilen. Wie Jesus müssen auch wir die Frauen, die ihren Körper verkaufen, aus dem Dunkel der Marginalisierung befreien.

Kenia muss an sich glauben

In Nairobi kommentiert „The Standard“ den Afrikabesuch von Papst Franziskus:

Papst Franziskus hat uns daran erinnert, dass Enttäuschung, Arbeitslosigkeit und Bildungsmangel zur Radikalisierung beigetragen haben, die bei uns durch Terroranschläge zum Ausbruch gekommen ist. Wir müssen die Jugend aktiv in den Aufbau der Nation einbeziehen. Die Regierung, der Privatsektor, die religiösen Organisationen und alle Kenianer müssen der Jugend Aufschwung geben. Papst Franziskus' Besuch rief uns aber auch in Erinnerung, dass Kenia eine gesegnete Nation ist. Es ist nicht alles düster und trübe; es kann wirklich besser werden. Wir müssen diese Botschaft verinnerlichen und wieder an uns glauben.

Existenzielle Bedrohung der Zivilisation

Der „Daily Telegraph“ mahnt zum Zusammenhalt der europäischen Staaten angesichts des islamistischen Terrors:

Die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts gingen von der Staatsmacht aus – heute von islamistischen Terroristen: Sie sind die neuen Armeen und Ideologien, die besiegt werden müssen. Wie Churchill sich der Herausforderung stellte, wo Chamberlain sich zurückzog, so brauchen wir Mut und politische Führung, um die gegenwärtige Bedrohung der Zivilisation zu bekämpfen. Vor 70 Jahren taten Russland und der Westen sich zusammen, als ihre Gemeinsamkeiten [...] stärker waren als ihre Unterschiede. Wie die Menschen von Paris bis Palmyra wissen, geht es um eine existenzielle Bedrohung.

Krippenkind von New York berührt Herzen

Der Mailänder „Avvenire“ kommentiert Berichte über ein Baby, das in einer New Yorker Weihnachtskrippe ausgesetzt wurde:

Unzählige Kinder fliehen über die Balkanroute – bei Wintereinbruch und stärkerer Kontrolle der Westgrenzen. Viele Kinder sind in den Flüchtlingscamps in der Türkei, in Jordanien, im Libanon; viele frieren im Arm ihrer Mütter, während über ihnen Bombenflugzeuge kreisen. Viele sind gestorben und treiben nur noch als winzige Schatten im Mittelmeer. Das Kind, das in New York in einer Krippe gefunden wurde, hat das Herz der Amerikaner berührt. Von ihnen gibt es viele. Sie gelangen nicht ans Licht der Öffentlichkeit: Möge die Weihnachtsgeschichte von New York sie uns in Erinnerung rufen.

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Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
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