Presse: Kernpunkt sunnitisch-schiitischer Konflikt

Der „Corriere della Sera“ kommentiert die Unruhen nach der Hinrichtung des Geistlichen Nimr Al-Nimr in Saudi-Arabien:

Ohne oder gegen den Iran lässt sich der IS kaum bekämpfen und kann Syrien nicht befriedet werden. Leider gilt dasselbe auch für Saudi-Arabien und die sunnitische Allianz, die es ins Leben gerufen hat. Die Konsequenzen der Hinrichtung von Al-Nimr könnten das Phänomen IS und den Krieg in Syrien und im Irak daher zum Wesentlichen – dem Kampf um die Vorherrschaft zwischen Sunniten und Schiiten – zurückführen.

Menschwerdung ist keine Kitschgeschichte

Der „Irish Catholic“ kritisiert den betont säkularen Umgang der politischen Führung mit dem Weihnachtsfest:

Was unsere Machthaber nicht begreifen, ist die Tatsache, dass für Gläubige das Christentum eine lebendige Wirklichkeit und keine kitschige Geschichte von vor 2 000 Jahren ist. Für Christen ist die Geburt Christi – die Menschwerdung – der entscheidende Augenblick der Menschheitsgeschichte, an dem Gott Mensch geworden ist, um die Welt für immer zu verändern – und nicht, um „die Gesellschaft zusammenzuhalten“. Der armselige Umgang der irischen Führung mit Weihnachten steht in starkem Gegensatz zu reifen pluralistischen Gesellschaften. In Großbritannien stellte Premierminister Cameron das Christentum in den Mittelpunkt seiner Weihnachtsbotschaft. [...]

Nach Klarheit suchen wie die Sterndeuter

Zum Dreikönigsfest verweist der US-amerikanische „National Catholic Register“ auf die gegenwärtigen Schwierigkeiten in Kirche und Gesellschaft:

Im vergangenen Jahr wurde die gesetzliche Ehe durch den Einschluss homosexueller Paare neu definiert. In der Kirche hat die Bischofssynode über die Familie bei vielen Gläubigen Befürchtungen ausgelöst, dass die Lehre Christi über die Unauflöslichkeit der Ehe angegriffen wird. Gleichzeitig zeigen die Bedrohungen der Sicherheit durch den Dschihad-Terrorismus sowie die wirtschaftliche und soziale Distanzierung von immer mehr Wählern in den Vereinigten Staaten weitere Herausforderungen auf, die nicht der Demagogie, sondern ernsthafter Aufmerksamkeit bedürfen. Wie die Weisen aus dem Morgenland, die die Sterne betrachteten, sehnen wir uns nach Klarheit.

Doppelzüngigkeit im Kinderschutz

Anlässlich des bevorstehenden Papstbesuchs ruft die Zeitung „Desde la Fe“ zur Verbesserung des Kinderschutzes auf:

Mexiko ist ein doppelzüngiges Land, das sich moderner Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen rühmt und sich andererseits ihnen gegenüber sehr schuldig macht [...]. Von der Rekrutierung von Kindern als Auftragskiller bis hin zum Missbrauch in der Familie: die Situation der Kinder erfordert politische Maßnahmen, die ihnen Schutz und Entwicklung gewährleisten. Jetzt, kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus in Mexiko, sollten wir uns seine Katechese über die Versprechen der Erwachsenen gegenüber den Kindern zu Herzen nehmen.

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Umkehr: Die wahre Reform der Kirche Premium Inhalt
In Budapest wurde die Tiefendimension der Kirche sichtbar: Mit Blick auf Christus ist sie jung, dynamisch, fröhlich, ökumenisch, missionarisch und attraktiv. Ein Kommentar.
16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier