Presse: Hinter Mauern verstecken sich Probleme

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls verweist die italienische „Famiglia Cristiana“ auf die Mauern in der heutigen Welt:

Es gibt auch Mauern, die nicht aus Kriegen der Vergangenheit entstehen. Die Mauer in Ceuta und Melilla schützt Spanien vor Migranten, die eine Tür nach Europa suchen. Sie besteht aus Maschendraht und Stacheldraht – genau wie anfangs die Berliner Mauer, die die „Migranten“ vom Ost nach West aufhalten sollte. Und die Mauer, die Griechenland auf dem Landstrich errichten will, der es von der Türkei trennt: Zwölfeinhalb Kilometer lang und fast vier Meter hoch, daneben die natürliche „Mauer“ des Evros. Letztlich bedeutet der Bau einer Mauer, genau wie für das ostdeutsche Regime, nur eines: dass es ein reales Problem gibt, für das man keine Lösung hat.

Christen sollen sich politisch engagieren

Die Pariser Tageszeitung „La Croix“ mahnt die Christen in der westlichen Welt, von ihrer Freiheit Gebrauch zu machen:

Die westliche Gesellschaft respektiert die Überzeugungen zahlreicher Gläubiger wenig. Aber lässt sich das vergleichen mit dem Zwang, seinen Glauben zu verleugnen oder sein Land zu verlassen, um zu überleben? In Frankreich ist es möglich, sich in Verbänden oder auf politischer Ebene für seine Überzeugungen einzusetzen: für die Familie, für soziale Gerechtigkeit, für die Armen. Dazu sind die Christen aufgefordert.

Achtung des Lebens ist höchstes Gesetz

In den Vereinigten Staaten kommentiert der „National Catholic Reporter“ den Fall Brittany Maynard auf dem Hintergrund des Weltgeschehens:

Ziel des IS ist ein Weltstaat, in dem alle Muslime seine Politik, seine Gesetze, sein krankes Frauenbild akzeptieren. Er verfolgt schiitische Muslime, assyrische, chaldäische, syrische und armenische Christen, Jesiden, Drusen, Schabak und Mandäer. Was hat das mit Abtreibung und Euthanasie zu tun? Die Abtreibung verbreitet sich in der Welt, und die Gesellschaft akzeptiert, dass einige Kinder nicht geboren werden sollten. Ebenso argumentiert der IS, dass einige Menschen nicht leben sollten. Der nächste Schritt ist die Euthanasie.

Priestermangel Appell an Pfarrgemeinden

„The Irish Catholic“ (Dublin) fordert Pfarreien auf, mehr Verantwortung in der Förderung von Priesterberufungen zu übernehmen:

Pfarreien müssen es sich zur Aufgabe machen, Priesterberufungen zu fördern. Eine Schlagzeile in dieser Woche lautete: „Schock: keine Messe mehr in einer der ältesten Kirchen des Bistums“: Es gibt keine Sonntagsmesse mehr, da der Priester in den Ruhestand geht. Mitglieder der Pfarrei wiesen darauf hin, dass die Kirche sogar die Verfolgungen unter Cromwell überlebt habe. Viele zählen aber nicht zwei und zwei zusammen und merken nicht, dass „keine neuen Priester“ einen Appell bedeutet: Die Pfarreien müssen aufwachen und Verantwortung für die Förderung von Berufungen übernehmen und für sie beten. Es wäre eine Tragödie, wenn die Apathie das schafft, was der Verfolgung über Jahrhunderte hinweg nicht gelungen ist.

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