Presse: Europas Straßen nicht mit Gold gepflastert

Der Londoner „Daily Telegraph“ kommentiert das Problem des Migrantenstroms von Afrika nach Europa:

Die Antwort auf das Problem ist die Reduzierung der Zahl der Migranten, die von Afrika nach Europa übersetzen. Viele betrachten Europa als einen Ort, der Aussicht auf finanziellen Gewinn bietet. Aber unsere Straßen sind nicht mit Gold gepflastert. Wir müssen den afrikanischen Ländern helfen, wirtschaftliche und soziale Chancen zu entwickeln, damit die Menschen dort bleiben wollen, zusammen mit ihnen illegale Migration bekämpfen und es den Menschen leichter machen, in ihre Heimat zurückzukehren, durch gezieltere Entwicklungshilfe und vermehrte Investitionen.

Moralischer Morast

Die „Washington Post“ schreibt zum Skandal der Enthüllungsvideos über den Abtreibungs-Anbieter „Planned Parenthood“:

Wir suhlen uns im moralischen Morast, weil der Oberste Gerichtshof die Desensibilisierung der Nation vorangetrieben hat, indem er in Bezug auf die Abtreibung mit Worten und Kategorien so umgeht wie Kinder mit Messer und Gabel – mit Gusto, aber unbedacht. Da „Planned Parenthood“ seine Schnauze tief im Trog des Bundeshaushalts hat, werden die Steuerzahler zu Komplizen der widerwärtigen Praktiken der Organisation. Welche Regierung missachtet die tiefsten Überzeugungen der Bürger und zwingt sie, das zu finanzieren, was man in den Videos sieht: Mitarbeiter von „Planned Parenthood“, die über blutige menschliche Körperteile schwatzen? Steuern sind das, was wir für eine zivilisierte Gesellschaft bezahlen. Heute finanzieren sie die Barbarei.

Längster Karfreitag Afrikas

Die Mailänder Tageszeitung „Avvenire“ erinnert an die desolate Lage der Menschen im Südsudan:

Todesfinsternis umhüllt diesen jungen afrikanischen Staat seit Jahrzehnten. Vor fünf Jahren schienen sich aufgrund von Erdölvorkommen Entwicklung und Wohlstand abzuzeichnen. Der Südsudan, der wie Phönix aus der Asche stieg, um gleich wieder zu Asche zu werden, bleibt nach einem über 30-jährigen Krieg zwischen dem muslimischen Norden und dem christlich-animistischen Süden an seinen Kalvarienberg gefesselt. Cesare Mazzolari, Bischof des südsudanesischen Rumbek, sagte einst: „Das Martyrium unseres Volkes ist der längste Karfreitag der afrikanischen Geschichte.“

Grundbedürfnis nach Gott

Sydneys „Catholic Weekly“ zum Weltjugendtag 2016 in Krakau:

Viele Faktoren motivieren zur Teilnahme am Weltjugendtag, zahlreiche Einflüsse auf persönlicher, sozialer, geistlicher oder religiöser Ebene. Andere sind von einem Grundbedürfnis motiviert: dem tiefen Verlangen nach Gott. Bei einigen spielt die Sinnsuche eine Rolle, andere werden von Menschen in ihrem Umfeld beeinflusst. Viele werden von der „charismatischen Autorität“ des Papstes angezogen, andere von der Möglichkeit, mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen. Bei vielen steht die Pilgerfahrt im Vordergrund, bei anderen die Weltjugendtagsereignisse selbst.

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