Presse: Ein-Kind-Politik ist Genderzid

In den Vereinigten Staaten übt die katholische Wochenzeitung „The Wanderer“ Kritik an der China-Reise des Vizepräsidenten:

Statt eine der eklatantesten Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen hat Joe Biden Chinas Ein-Kind-Politik und ihre grausamen Folgen stillschweigend gebilligt. Er erhebt zwar den Anspruch, ein aufgeklärter Liberaler und überzeugter Feminist zu sein, aber sein Handeln spricht eine andere Sprache. Pekings Genderzid ist primitiv und reaktionär und legt einen tiefen Frauenhass offen. Kleine Mädchen werden getötet, nur weil sie Mädchen sind.

Aus Gaddafis Schicksal lernen

„La Semaine Africaine“, die Wochenschrift der kongolesischen Bischöfe, ermahnt Afrikas Regierende zu mehr Verantwortung:

Die Entwicklung der Lage in Libyen gibt einem souveränen afrikanischen Volk eine Chance, endlich den Weg der Demokratie einzuschlagen, der bekanntlich mit Schwierigkeiten gepflastert ist. Die afrikanischen Regierungen und die Afrikanische Union sollten bei ihren Völkern und auf dem internationalen Parkett in diesem Zusammenhang eine glaubwürdige Politik anbieten, statt kriminelle Regime zu unterstützen, die jeden Aufstand im Blut ersticken, um ihren Bestand zu sichern.

Erbauliche Kraft des neuen Missale

„The Catholic Herald“ (London) preist die liturgischen Veränderungen der neuen englischen Übersetzung des Messbuchs:

Die meisten von uns, die die lateinische Messe bevorzugen, haben sich schon lange mit der Messe auf Englisch abgefunden. Es ist daher wunderbar, dass die neue Übersetzung dem Lateinischen deutlich näher ist, und zwar nicht nur akademisch und durch wissenschaftliche Textvergleiche erfassbar, sondern für jeden spürbar, zuweilen ganz dramatisch. So war es ergreifend, sich am Sonntag dreimal an die Brust schlagen und das dreifache Sündenbekenntnis zu sprechen. Die Abschaffung der dreimaligen Wiederholung des „mea culpa“ – vielleicht in dem missverstandenen ökumenischen Bewusstsein, dass Protestanten „unnötige Wiederholungen“ ablehnen – ließ bei jenen, die die lateinische Messe besuchen, stets das Gefühl aufkommen, dass die erbauliche Kraft dieses Gebets spürbar verloren gegangen war. Aber das ist jetzt vorbei.

Wo steht Europa zehn Jahre nach „9/11“?

In Mailand schreibt die katholische Tageszeitung „Avvenire“ zum 10. Jahrestag der Anschläge des 11. Septembers:

Während das Vertrauen in unsere gemeinsame Zukunft abnimmt, nehmen die Abstände zwischen den europäischen Hauptstädten zu, so als seien wieder die berittenen Boten Friedrichs des Großen, König Ludwigs und Maria Theresias unterwegs. Auch der Atlantik hat sich geweitet. Und in diese Woche fällt der zehnte Jahrestag des schrecklichen Tages, an dem wir Körper fallen sahen, unglückliche Menschen ins Leere getrieben, um der unvorstellbaren Hitze zu entgehen, die Stahl, Glas und Zement, aber auch Knochen und Lungen zum Schmelzen brachte. Was bleibt in unserem täglichen Leben von jenem nie enden wollenden Tag außer der Erinnerung?

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