Vatikanstadt/Washington D.C.

Papst telefoniert mit Biden 

Segenswünsche für den zweiten katholischen US- Präsidenten. Noch keine offizielle Gratulation. Internationale Anerkennung wächst. 

Präsidentschaftswahlen in den USA
Joe Biden wird ab Januar der 46. Präsident der Vereinigten Staaten sein. Der Papst und andere Staats- und Regierungschefs gratulieren. Foto: Carolyn Kaster (AP)

Von den Medien wurde er bereits zum  gewählten Präsidenten ausgerufen, nun hat Joe Biden mit Papst Franziskus telefoniert. Der Papst gratulierte dem Politiker im Gespräch privat zu seiner Wahl zum US- Präsidenten. Offiziell hat der Vatikan noch nicht reagiert, da die Wahl des Demokraten bislang noch nicht offiziell bestätigt worden ist. Eine formelle Reaktion des Heiligen Stuhls ist erst zur Amtseinführung zu erwarten.

Unterstützung für Franziskus

In dem Gespräch soll Biden der Agentur kna zu Folge dem Papst für die Gratulation und für dessen Einsatz für Frieden und Versöhnung in aller Welt gedankt haben. Der Politiker versicherte Franziskus, er wolle gerne mit dem Papst und der Kirche zusammenarbeiten „auf der Grundlage eines gemeinsamen Glaubens an die Würde und Gleichheit der gesamten Menschheit“. Besonders hob Biden den Einsatz für Arme und Menschen am Rand, sowie für die Bewältigung des Klimawandels hervor.

Zunehmend internationale Anerkennung

In den USA beurteilen die Katholiken den neu gewählten Präsidenten unterschiedlich. Die Haltung Bidens zur Abtreibung führte unter anderem dazu, dass ein Priester der Diözese Charleston im Bundesstaat South Carolina Joe Biden im vergangenen Jahr die Kommunion verweigert, da dieser das Recht auf Abtreibung verteidigt hatte.

Auf internationaler Ebene gewinnt der gewählte US-Präsident zunehmend Unterstützer. Einige Staats- und Regierungschefs gratulierten ihm bereits zum Wahlsieg, am Dienstag hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit dem Demokraten telefoniert. DT/pwi

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