Papst: Kirche muss römisch sein

Rom (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat die Ausrichtung der Kirche auf Rom betont. Die katholische Kirche müsse katholisch, apostolisch und „römisch sein“ und habe ihren konkreten Mittelpunkt in Rom, sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch auf dem Petersplatz. Bei der wöchentlichen Generalaudienz erinnerte Benedikt XVI. an den englischen Benediktinermönch Beda Venerabilis (um 673 – 735) und nannte ihn einen „europäischen Heiligen“. Auf aktuelle politische Themen ging der Papst in seiner Ansprache nicht ein. Trotz eisiger Kälte fand die wöchentliche Audienz wegen des starken Andrangs erstmals in diesem Jahr auf dem Petersplatz statt, wo trotz Kälte die rund 20 000 Pilger unbeirrt und lautstark „Benedetto“ riefen.

Derweil wurde bekannt, dass Papst Benedikt XVI. bei seinem geplanten Besuch in Jordanien offenbar auch mit christlichen Flüchtlingen aus dem Irak zusammentreffen will. Das sagte Raymond Moussalli vom Chaldäischen Vikariat in Amman am Mittwoch dem italienischen Pressedienst SIR. Bei der geplanten Papstmesse im Stadion der jordanischen Hauptstadt sollen einige Teile auch auf Aramäisch, der Sprache Jesu, gefeiert werden, berichtete er. Moussalli ist für die Betreuung von rund 20 000 irakischen Katholiken zuständig, die nach dem Krieg von 2003 in das benachbarte Königreich geflohen waren. Eine Gruppe von ihnen werde zum Papstbesuch nach Amman kommen, kündigte er an.

Benedikt XVI. will nach noch nicht offiziell bestätigten Meldungen vom 8. bis 11. Mai Jordanien besuchen und anschließend nach Israel weiterreisen. „Unsere Gläubigen erwarten mit Sehnsucht ein ermutigendes Wort des Papstes“, sagte Moussalli dem Pressedienst. Doch ganz Jordanien erwarte den Papst. Mit dem ebenfalls geplanten Besuch in der König-Hussein-Moschee werde Benedikt XVI. eine neue Seite im Dialog mit dem Islam aufschlagen.

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