Erfurt/Würzburg

Nur jeder Dritte Deutsche beginnt 2021 mit Zuversicht und Gottvertrauen

Eine relative Mehrheit der Deutschen startet mit düsterem Blick ins Jahr 2021, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt. Katholiken sind aber deutlich zuversichtlicher als der Gesamtdurchschnitt.
Wie zuversichtlich starten Deutsche ins Jahr 2021?
Foto: Moritz Frankenberg (dpa) | Befragte aus den westlichen Bundesländern gaben deutlich häufiger an, zuversichtlich ins Jahr 2021 zu starten, weil sie auf den Segen Gottes vertrauen, als Befragte aus den östlichen Bundesländern (30 zu 22 Prozent).

Nur knapp jeder dritte Deutsche (29 Prozent) startet zuversichtlich in das neue Jahr 2021, weil er auf den Segen Gottes vertraut. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen gab eine relative Mehrheit von 45 Prozent an, diese Zuversicht für das neue Jahr nicht zu teilen. 15 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen.

Über-60-Jährige sind zuversichtlicher

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Dabei geben Befragte ab 60 Jahren häufiger an, zuversichtlich in das neue Jahr zu gehen, weil sie auf den Segen Gottes vertrauen (33 Prozent), als die anderen Altersgruppen. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen sowie der 40- bis 49-Jährigen sind jeweils nur 28 Prozent zuversichtlich gestimmt, unter den 18- bis 29-Jährigen sogar nur 25 Prozent.

Die Erhebung, für die 2.072 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 01. und 04. Januar befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Konfession auf. Von den katholischen Befragten gaben überdurchschnittliche 42 Prozent an, zuversichtlich in das neue Jahr 2021 zu starten, weil sie auf den Segen Gottes vertrauen. 33 Prozent tun dies nicht. Unter Protestanten ist der Zustimmungswert mit 38 Prozent etwas geringer, liegt aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt. Von ihnen gaben gleichzeitig auch 36 Prozent an, nicht zuversichtlich in das neue Jahr zu starten. Konfessionslose starten erwartungsgemäß am seltensten zuversichtlich ins Jahr 2021, weil sie auf den Segen Gottes vertrauen (14 Prozent).

Ost-West-Gefälle

Befragte aus den westlichen Bundesländern gaben deutlich häufiger an, zuversichtlich ins Jahr 2021 zu starten, weil sie auf den Segen Gottes vertrauen, als Befragte aus den östlichen Bundesländern (30 zu 22 Prozent). Jedoch startet auch im Westen eine relative Mehrheit von 43 Prozent der Befragten ohne diese Zuversicht, im Osten sogar eine absolute Mehrheit von 54 Prozent.

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Ich gehe zuversichtlich in das neue Jahr 2021, weil ich auf den Segen Gottes vertraue.“  DT/mlu

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