Niederlande: Streit um Homosexualität

Den Haag (DT/idea) In den Niederlanden hat die „Nashville-Erklärung“ Evangelikaler aus der USA zur Homosexualität zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte geführt. Die Erklärung war Anfang des Jahres in den Niederlanden veröffentlicht und auch von dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Reformierten Politischen Partei, Kees van der Staaij, unterzeichnet worden. Danach wurden mehrere Strafanzeigen wegen Volksverhetzung gegen den Politiker gestellt. Nach einem Bericht der Zeitung „Volkskrant“ ermittelt nun auch die Polizei. Die Initiatoren, 151 evangelikale Leiter in den USA, haben mittlerweile mitgeteilt, in den Niederlanden keine weiteren Unterschriften sammeln zu wollen. In der Erklärung heißt es, dass Christen, die sich an der Bibel orientierten, Homosexualität und „Transgenderismus“ nicht gutheißen könnten. Denn Gott habe den Menschen als Mann und Frau geschaffen. Mittlerweile hat sich auch der niederländische EU-Kommissar Frans Timmermanns in die Debatte eingemischt. Auf Facebook schrieb der Katholik, der für die europäischen Sozialdemokraten bei der Europawahl als Spitzenkandidat antritt: „Warum wird Liebe, das zentrale Thema des christlichen Glaubens, plötzlich sündhaft, wenn sie zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts existiert?“ Jesus Christus, so Timmermanns, habe Menschen immer über Dogmen gestellt. „War er nicht derjenige, der die Unberührbaren umarmt hat?“, schreibt er. Die Städte Amsterdam und Arnheim haben eine Regenbogenfahne, sie ist ein Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, am Rathaus hissen lassen. Dazu erklärte die Amsterdamer Verwaltung: „In unserer Stadt kannst du sein, wie du willst, und lieben, wen du willst.“

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