Neue Eskalation um Aleppo

Damaskus/Linz (DT/dpa/kap) Nach dem Bruch der Belagerung im syrischen Aleppo bereitet das syrische Regime offensichtlich einen massiven Gegenschlag auf die Rebellen vor. Die mit Machthaber Baschar al-Assad verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah sowie schiitische Verbände aus dem Irak schickten Verstärkung in die umkämpfte Stadt, teilten lokale Quellen der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. „Die Hisbollah und das Regime haben mehr als 3 000 Einheiten und Milizionäre in Vorbereitung einer Gegenoffensive zusammengezogen“, bestätigte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Vor drei Wochen hatten syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute der Rebellen nach Aleppo gekappt. Ein Bündnis syrischer Rebellengruppen unter Führung von Islamisten durchbrach den Ring von Einheiten Baschar al-Assads am Samstag, um einen neuen Versorgungszugang für die geteilte Stadt zu schaffen. Aleppo gilt als wichtigstes Schlachtfeld in Syrien und als Symbol für den seit 2011 andauernden verheerenden Bürgerkrieg.

Die „Initiative Christlicher Orient“ hat ein Hilfsprojekt gestartet, mit dem der Not leidenden Bevölkerung in Syrien geholfen werden soll. Das in Linz ansässige Hilfswerk unterstützt den Orden der Blauen Maristen, der in Aleppo nach wie vor präsent ist. Die Ordensleute und Helfer verteilen Lebensmittelpakete, kümmern sich um die medizinische Versorgung von Kriegsopfern und Kranken und bemühen sich um die Unterbringung von Obdachlosen, deren Häuser und Wohnungen durch die Kämpfe zerstört wurden. Zudem wird Kindern und Jugendlichen eine Schulausbildung ermöglicht und rund 850 Familien werden mit Wasser beliefert. Durch die Unterstützung der Blauen Maristen könne man einen Beitrag leisten, die verbliebenen christlichen Minderheiten in Syrien vor Hungersnot, Ausbeutung und Auswanderung zu schützen, so ICO-Obmann Slawomir Dadas.

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