Mocimboa

Mosambik: Überfall auf Kloster

Der Überfall auf das Benediktinerkloster wird der Gruppe Al-Shabab zugeschrieben.

Jahresrückblick 2015 - Islamistischer Terror in Afrika
Islamistischer Terror in Afrika (Symbolbild). Foto: Stringer (EPA)

Im rohstoffreichen Norden Mosambiks spitzt sich die Gewalt von Islamisten zu. Eine prominente Terrorgruppe ist der „Islamische Staat Zentralafrikanische Provinz“ (ISCAP), die örtlich als „Al-Shabab“  bekannt ist. Dieser  islamistischen Terrormiliz wird der Überfall auf  ein Kloster zugeschrieben, das zur Benediktinerkongregation von Sankt Ottilien gehört. 

Wie die Erzabtei Sankt Ottilien im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech mitteilte, überfielen die Terroristen das Kloster St. Pachomius in N’nango nahe der Stadt Mocimboa bereits am 12. Mai, am Gedenktag des heiligen Pachomius, nach dem das Kloster benannt ist. Die derzeit vier Mönche seien in den Busch geflohen und durch dünn besiedeltes Gebiet zur nächsten Pfarrei Imbuho gelangt, die auch von Benediktinern betreut wird.

Kloster geplündert und in Brand gesteckt

Das Kloster-Neubau in der nordmosambikanischen Provinz Cabo Delgado ist den Angaben zufolge erst 2019 als eine Gründung der Abtei Ndanda im benachbarten Tansania eingeweiht worden. Die Terroristen hätten die Einrichtung geplündert und Nebengebäude in Brand gesteckt. Ereignet habe sich der Überfall während einer Regierungsoffensive gegen die Terroristen in unmittelbarer Nähe des Klosters. Die Provinz Cabo Delgado ist reich an Erdgas.

In den 12 Diözesen der ehemaligen portugiesischen Kolonie Mosambik leben rund acht Millionen Katholiken - sie stellen etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Im September 2019 hatte Papst Franziskus neben Madagaskar und Mauritius auch Mosambik besucht.

 

 

DT/chp

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