Milliarden für Putins Armee

Moskau (DT/dpa) Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl hat Kremlkandidat Wladimir Putin ein starkes Russland versprochen und Milliarden-Investitionen in die Rüstung angekündigt. Geplant sei unter anderem die Anschaffung von 400 Interkontinentalraketen und 600 Kampfflugzeugen sowie 2 300 Panzern und 20 U-Booten im Gesamtwert von 23 Billionen Rubel (600 Milliarden Euro) bis 2020. Russland reagiere damit auf den von USA und NATO geplanten Raketenabwehrschirm, den Moskau als Bedrohung ansieht. Das schrieb der Regierungschef in einem Artikel für die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Montag: „Unsere Sicherheit kann nur garantiert sein, wenn das Land wirklich stark wird“, so Putin. In seinem sechsten „Programmartikel“ vor der Wahl am 4. März zog er eine Parallele zum Angriff Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion: Russland werde eine „Wiederholung der Tragödie von 1941“ nicht zulassen, als das Land „mangelnde Bereitschaft mit riesigen menschlichen Verlusten“ habe bezahlen müssen. Putin schloss den Einsatz der Streitkräfte zur Verteidigung von Rohstoffen nicht aus. Russland hat wiederholt angekündigt, seine Truppen in der Arktis zu verstärken, um seine dortigen Ressourcen zu schützen.

Mit einem Autokorso im Zentrum von Moskau haben Hunderte Regierungskritiker gegen Putin und für faire Wahlen demonstriert. Die mit Schleifen und Luftballons in Weiß, der Farbe der Opposition, geschmückten Wagen seien unter anderem hupend am Kreml vorbeigefahren, berichtete der Radiosender Echo Moskwy am Sonntag. Passanten entlang der 16 Kilometer langen Ring-Stadtautobahn hätten die Fahrer angefeuert. Putin-Anhänger versuchten, die Kundgebung zu stören. Sie hatten Stunden zuvor mit einem Autokorso für einen Sieg am 4. März demonstriert. In Putins Heimatstadt St. Petersburg demonstrierten nach Polizeiangaben 60 000 Menschen am Samstag für ein „Starkes Russland unter einem starken Präsidenten Putin“.

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