Kritik an Kita-Broschüre

Berlin (DT/sesa) In der letzten Woche hat eine Broschüre für öffentliche Kritik gesorgt, die die Amadeu-Antonio-Stiftung herausgegeben und für die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ein Grußwort verfasst hat. Die Broschüre „Ene, mene, muh – und raus bist du. Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik“ richtet sich an Erzieher in Kitas und soll ihnen Tipps für den Umgang mit Familien geben, die aus einem rechtsradikalen Milieu stammen. Als Erkennungshinweis für die Zugehörigkeit zu einem solchen Milieu wird unter anderem als Beispiel ein Geschwisterpaar aufgeführt: „Das Mädchen trägt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wirkt stark körperlich gefordert und gedrillt. Beide kommen.“ Dies seien Hinweise darauf, dass diese Kinder in einem rechtsradikal geprägten Elternhaus aufwachsen würden. Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schöne, nannte die Broschüre laut „Welt“ eine „staatliche Handlungsanweisung zur Elternspionage“. Das Beispiel des Mädchens mit den Zöpfen zeige, diese Broschüre, die Vorurteile bekämpfen wolle, vermittle selbst welche (siehe dazu auch Seite 8). Die Amadeu-Antonio-Stiftung versteht sich selbst als eine Organisation, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus engagiert.

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