Kommentar: Ein Förderer des Lebens

Von Stefan Rehder
Foto: DT | Stefan Rehder.

Papst Franziskus, dessen Wahl zum Stellvertreter Christi auf Erden, sich am Sonntag zum dritten Mal jährt, ist ein großer und leidenschaftlicher Freund und Förderer des Lebens. Selbst der von ihm heiliggesprochene Papst Johannes Paul II., der gegen die „Kultur des Todes“ zu Felde zog, hat die „Geißel der Abtreibung“ nicht in einer derart hohen Frequenz angeprangert wie der Argentinier, seit er am 13. März 2013 auf dem Stuhl Petri Platz nahm. In den säkularen Medien wie von Katholiken, die meinen, die Kirche müsse mit der Zeit gehen, wird das gerne ebenso unterschlagen, wie es von Sedisvakantisten und hartgesottenen Traditionalisten häufig ignoriert wird. Das überaus beachtliche Engagement, das Franziskus an den Tag legt, wenn es um die Verteidigung des Rechts auf Lebens geht, lässt sich eben nicht problemlos in die Zerrbilder des umstürzenden oder die Kirche gar an den Rand des Verderbens führenden „Revolutionärs“ einfügen, die von dem 266. Nachfolger Petri immer noch munter gezeichnet werden. Ein Papst, der häufig und gerne Lebensrechtler empfängt und ermutigt, der Bischöfen und sogar Kardinälen die Teilnahme an den „Märschen für das Leben“ anrät, dem ehemalige Abtreibungsärzte ihre tödlichen Werkzeuge reumütig übereignen und der nicht müde wird, Abtreibung ganz im Sinne des II. Vatikanischen Konzils immer wieder als „abscheuliches Verbrechen“ zu bezeichnen, stellt auch, ohne dies zu beabsichtigen, ernste Anfragen an die Korrekturbedürftigkeit solcher Phantasmen.

Wie schon Johannes Paul II., so lädt auch Franziskus heute Gläubige und Menschen guten Willens ein, sämtliche Dimensionen des „Dramas“ vorgeburtlicher Kindstötungen in den Blick zu nehmen. Es ist daher auch keine Verharmlosung des Abtreibungsgeschehens, wenn der Papst nicht bei der Tötung eines unschuldigen und wehrlosen Menschen stehenbleibt, sondern sich zusätzlich barmherzig auch um jene sorgt, die den Auftrag zu seiner Vernichtung geben sowie um jene, die ihn ausführen und sich dabei bereichern (Siehe auch Seite 2 und 5).

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