Homosexuelle in Union fordern Steuergleichheit

Dresden (DT/KNA) Der Bundesverband der Schwulen und Lesben in der Union (LSU) hat CDU und CSU aufgerufen, im Bundestag für eine steuerliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu votieren. „Ich würde mir wünschen, dass meine Partei zustimmt“, sagte der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt (CDU) der „Sächsischen Zeitung“ (Samstag). Er sehe in dem von SPD, Linken und Grünen formulierten Antrag zum Jahressteuergesetz keine Provokation, betonte Vogt. Die Gleichstellung im Steuerrecht sei im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP „längst vereinbart“. Vogt verteidigte die Forderung nach einem steuerlichen Ehegattensplitting auch für kinderlose Paare. „Die Ehe, die im Idealfall lebenslange Partnerschaft zweier Menschen, ist etwas per se Schützenswertes“, erklärte er unter Verweis auf das Grundgesetz. „Das gilt natürlich auch für die gleichgeschlechtliche Ehe.“ Auf dem CDU-Bundesparteitag Anfang Dezember hatten die Delegierten einen Antrag auf Gleichstellung im Steuerrecht mehrheitlich abgelehnt.

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