„Hasta la vista, baby!“

Roger Kusch hat seinen zweiten Film gedreht

Von Stefan Rehder

Wenn die Verdopplung einer Größe mit der Halbierung einer anderen einhergeht, sprechen Mathematiker von Antiproportionalität. Es wäre jedoch ein Irrtum anzunehmen, Antiproportionalität sei etwas, dem nur Mathematiker begegneten. Für viele Menschen zählt Antiproportionalität zu den Alltagserfahrungen. So verhält sich in nicht wenigen Familien die Zahl der Kinder antiproportional zum verfügbaren Einkommens. Dagegen scheint sich die Steigerung von Managergehältern bisweilen umgekehrt proportional zur Menge richtiger Entscheidungen auszunehmen. Sogar Beziehungen zwischen Personen können – wie wir aus dem Neuen Testament wissen – antiproportional sein. „Jener“, lässt dort der Evangelist Johannes den Täufer über sein Verhältnis zu Jesus sagen: „Er muss wachsen, ich aber abnehmen“ (vgl. Joh 3,30). Und obwohl es zu keiner Zeit selbstverständlich war, dass sich Menschen Christus als reziproken Helden aussuchten, womit nicht nur Priester gut beraten sind, kann die Wahl eines solchen auch gründlich daneben gehen. So etwa bei Roger Kusch.

Der unterhält nämlich eine erstaunlich antiproportionale Beziehung zu Arnold Schwarzenegger. Wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. Jedenfalls scheint Schwarzeneggers Aufstieg vom Terminator zum Gouverneur Kusch zu seinem Abstieg vom Senator zum Liquidator inspiriert zu haben. Begann Schwarzeneggers zweite Laufbahn mit dem Eintritt in eine Partei, so nahm Kuschs neue Karriere mit dem Austritt aus einer solchen ihren Anfang. Und wo Schwarzenegger mit unappetitlichen Filmen endlich Schluss machte, fing Kusch erst kürzlich mit ihnen an. Nun hat er schon seinen zweiten Streifen abgedreht. Der mögliche Titel: Der Liquidator – Teil II. Fehlt nur noch, dass er dem nächsten Opfer, das er in den Tod „begleitet“ dann auch ein „Hasta la vista, baby!“ entgegenschleudert.

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