Familien-Studie erschienen

Berlin (DT/dpa) In jeder zweiten Familie mit Kindern unter 15 Jahren sind Vater und Mutter berufstätig, bei einem Drittel ist der Mann der Alleinverdiener. In fünf Prozent geht allein die Mutter arbeiten und der Vater kümmert sich um Haushalt und Kinder. Bei neun Prozent der Elternpaare stehen weder Vater noch Mutter in Lohn und Brot. Dreißig Prozent der Mütter mit einem Kind unter drei Jahren in Deutschland sind berufstätig. Mit zunehmendem Alter der Kinder steigt die Erwerbstätigenquote der Frauen an. Diese Zahlen gehen aus der Sonderauswertung „Familienland Deutschland“ hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag vorgestellt hat.

Im vergangenen Jahr wurden nach diesen Angaben 720 000 Anträge auf das neue Elterngeld bewilligt. Zwölf Prozent der Anträge kamen von Vätern. Damit hat sich diese Quote fast vervierfacht, so die Autoren des Berichts weiter. Für Unter-Dreijährige verzeichnen sie im Osten Deutschlands mehr Betreuungsangebote als im Westen. Während in den neuen Ländern für 41 Prozent der kleinen Kinder Aufsicht angeboten werde, gebe es im alten Bundesgebiet für zehn Prozent der Kinder Tagesplätze. Auch bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren falle die Betreuungsquote im Westen mit 88 Prozent etwas niedriger aus als im Osten (94 Prozent). Bundesweit nutzten rund zwei Millionen Familien ein solches Betreuungsangebot, so die Studie.

Zwar nimmt die Zahl der Trauungen in Deutschland seit Anfang der neunziger Jahre ab, fand das Bundesamt weiter heraus. Gleichwohl spiele die Ehe für Familienbildung und Kinderwunsch nach wie vor eine zentrale Rolle in der Gesellschaft. Sieben von zehn Kindern sind 2006 innerhalb einer Ehe geboren worden. Dabei sagen Männer wie Frauen nach Erkenntnissen der Statistiker immer später „Ja“ zur Ehe. So liegt das durchschnittliche Heiratsalter von ledigen Männern inzwischen bei 32,6 Jahren, bei ledigen Frauen bei 29,6 Jahren. Bei rund einem Viertel der frisch vermählten Paare hat ein Partner zuvor schon eine Scheidung erlebt.

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