Eltern steuerlich entlasten

Der Familienbund der Katholiken unterstützt Spahn.
Fortsetzung der Sondierungsgespräche
Foto: dpa | Jens Spahn will Familien steuerlich stärker entlasten.

Berlin (DT/PM) Der Familienbund der Katholiken hat die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßt, die Leistungen von Familien für die umlagefinanzierte Renten- und Pflegeversicherung stärker zu berücksichtigen (siehe auch Seite 1). Nach Ansicht des Verbandes gehe es dabei aber nicht um eine stärkere Belastung Kinderloser, sondern um eine Entlastung von Familien. „Das Sozialversicherungssystem benachteiligt bislang Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung im Alter leisten“, erklärte Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann am vergangenen Dienstag. „Die Lasten, die durch Kindererziehung entstehen, dürfen nicht den Familien allein überlassen bleiben, während von der Sozialversicherung alle profitieren. Kindererziehung muss deshalb auch Einfluss auf die Beitragshöhe von Eltern und die Rente haben. Das ist nur gerecht.“ Hoffmann sagte weiter: „Für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung ziehen Eltern künftige Beitragszahler heran, ohne im Sozialversicherungssystem angemessen entlastet zu werden.“ Es bedürfe einer sozialen Korrektur des Systems in Anlehnung an das Steuerrecht.

Hoffmann stellte weiterhin fest, dass es nicht um die Bewertung von Lebensstilen ginge, sondern darum, Familien zu entlasten, die hohe Kosten tragen, die nachher allen zugutekommen.

„Das ist ein Akt von Gerechtigkeit und Solidarität, auf den unsere Gesellschaft gründet“, betonte Hoffmann. Er erinnerte daran, dass das Bundesverfassungsgericht 2001 den Gesetzgeber verpflichtet habe, die Erziehungsleistungen von Eltern bei den Pflegeversicherungsbeiträgen zu berücksichtigen und somit Eltern in der aktiven Familienphase zu entlasten.

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18.09.2021, 11  Uhr
Constantin von Hoensbroech Ulrike von Hoensbroech
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